VMware vSphere 5.5 und Adaptec 7805

Mal wieder ein wenig Hardware gebastelt.

Ausgangslage

Der alte vSphere Host (Mainboard Asus KFN4-D16 mit zwei AMD Quad-Opteron 2352 à 2.1 GHz und 16 GB RAM) war schon vor längerer Zeit mal wegen kaputter Batterie, schwächelnder Batterie am RAID-Controller (HP e200) und einem Disk-Ausfall (RAID 10) heruntergefahren.

Die Idee war, die Kiste mal wieder in Betrieb nehmen und einen neuen RAID-Adapter unter VMware vSphere 5.5 auszuprobieren. Bisher habe ich ja schon mit Areca und LSI Erfahrungen gesammelt. Diesmal sollte Adaptec mal wieder in die Bresche springen.

Hardware

  • RAID Adapter:
    Adaptec 7805 (Kit mit zwei Fanout-Kabel auf SATA 7 Pin), 8 interne Kanäle, 1 GB RAM, aber noch ohne AFM-700 ZMCP)
  • ICY Dock MB994SP-4S
    Gehäuse (belegt einen 5¼ Zoll Slot im Gehäuse) für 4 x 2½ Zoll Festplatten (SAS, SATA, SSD)
  • Festplatten
    Bestehende, alte HP 73 GB Platten

Der Adaptec Adapter kommt in einer Kartonschachtel, wobei der Adapter selbst in einer zusätzlichen Plastikhülle geschützt ist. Die Fanout-Kabel sind pro Anschluss nummeriert (0-3) und sind angenehm lang. Die Kabel sind dabei nicht wie üblich flach, sondern rund, leicht silbern transparent und wirken sehr solide. Adapterseitig kommen die neuen, fast quadratischen Mini-SAS HD Stecker (SFF-8643) zum Einsatz. Sehr gut, zum normalen Slotblech kommt auch ein low profile Slotblech mit.

Das ICY Dock - Gehäuse ist gefällig. Es besteht grösstenteils aus Blech, auch die Träger für die Festplatten sind relativ robust. Das Gehäuse ist sehr günstig, deshalb sollte man keine grossen Erwartungen haben. Die Anschlüsse Adapterseitig sind nur einfach vorhanden und als 7-Pin SATA-Stecker ausgeführt. Das Gehäuse wird mit zwei Molex-Steckern mit Strom versorgt und hat zwei kleine Lüfter. Es ist angenehm kurz und so ist der Kabelsalat erträglich zu verarbeiten. Schrauben werden sowohl für Platten (aufbewahren, die Dinger sind sonst schwer erhältlich) als auch für die Gehäusemontage dabei.

Software

VMware vSphere 5.5 auf einem USB-Stick installiert.

Setup Treiber

Als Erstes gilt es den Treiber für den Adapter zu installieren. Der Treiber auf der Homepage von Adaptec liess sich nicht zur Installation überreden. Also bin ich auf der Homepage von VMware fündig geworden.

Einfach Download – vSphere 5.5 – Drivers & Tools wählen und den aktuellen aacraid SAS - Treiber herunterladen. Ich bin mir nicht mehr sicher, ob die ZIP oder die VIB-Datei gewählt habe. Auf jeden Fall auf den vSphere kopiert (scp) und dort dann installiert mit: «esxcli software vib update -v / -d und Dateiname».

Dann ist natürlich erst mal ein Reboot notwendig. Danach wird der Adapter und das damit erstellte Volume erkannt bzw. kann als Datastore eingebunden werden. Aber der Adapter sowie die daran hängenden Platten und Volumes werden noch nicht in der Konfiguration – Systemstatus angezeigt. Dazu muss noch ein CIM installiert werden.

Setup CIM

Hier muss man definitiv zur Adaptec Homepage und dort unter Support – Downloads den Adapter wählen und dann dem Link zum «Storage Manager Downlaods» folgen. Das Paket ist überaus fett, da es alle OS und Optionen enthält.

Im Archiv liegt unter «cim» der Ordner der vSphere-Version (hier «esxi5_0), welche sich zum Glück auch unter 5.5 installieren liess. Einfach die beiden Dateien (vmware-esx-provider-arcconf.vib und vmware-esx-provider-arc-cim-provider.vib) auf den vSphere Host übertragen und dann installieren. Die im Archiv liegende PDF-Datei hilft, ist aber in meinem Fall nur beschränkt korrekt. Als Pfad für die hochgeladenen Pakete habe ich mal /tmp angenommen.

  • CIM-Agent stoppen:
    vSphereHost# /etc/init.d/./sfcbd-watchdog stop
  • Arcconf-Paket
    Gemäss Anleitung wäre:
    vSphereHost# esxcli software vib install -v /tmp/vmware-esx-provider-arcconf.vib
    Geht natürlich nicht, da die Pakete nicht signiert sind.
    Auch das Acceptance-Level setzen hat nichts genützt. Also
    vSphereHost# esxcli software vib install --no-sig-check -v /tmp/vmware-esx-provider-arcconf.vib
  • CIM Provider
    Wie oben mit --no-sig-check
    vSphereHost# esxcli software vib install --no-sig-check -v /tmp/vmware-esx-provider-arc-cim-provider.vib
  • Reboot

Heureka :-)

Anzeige RAID im vSphere Client

Konfigurationsprogramm

Mit der obigen Installation kann man zwar nun den Adapter und auch den Zustand der Platten und Volumes sehen, aber noch nicht im letzten Detail und vor allem kann man nichts verändern. Dazu braucht es bei Adaptec noch eine virtuelle Maschine, welche auf dem vSphere Host laufen muss.

Ich habe mich kurz für ein CentOS 7 entschieden. Das OS habe ich als Server mit GUI installiert, wäre aber vermutlich auch gut ohne GUI gegangen. Nach der OS-Installation wird das entsprechende max View Storage Manager Paket übertragen und installiert werden. Bei mir war das die X86_64 Version des StorMan-1.07 als *.bin - Datei. Auf der VM mittels root Rechten installieren. Das Paket fragt die Version (esxi oder xen-server) ab und danach die IP-Adresse des vSphere Host inkl User und Passwort. Danach startet der StorageManager, ein Tomcat-Dingens.

Der Aufruf geht dann von einem beliebigen Client aus via:
https://«name oder ip-adresse der vm»:8443/maxview/manager/main.xhtml

https ist zwingend, sonst kommt keine Verbindung zustande. Der Anmelde - Dialog verlangt die Credentials des vSphere Host (da muss man erst drauf kommen)!

max View Storage Manager von Adaptec

Fazit

Funktioniert… die Installation der Software und Komponenten ist ein rechtes Gefrickel. Die Online-Anleitungen sind teilweise veraltet oder ungenau, das gilt auch für die Adaptec - Dokumentation.

Dass eine VM für die Konfiguration benötigt wird, ist schade. Allerdings kann man die VM bei Bedarf ein- und wieder ausschalten oder auch noch für einen anderen Zweck benützen.

Beim LSI-Adapter (hmm, habe ich noch gar nicht dokumentiert), braucht es ebenfalls eine zusätzliche VM für die Konfiguration, mE aber nicht pro vSphere Host. Der Areca - Adapter hat da den Vorteil des out-of-band Managements über einen zusätzlichen, direkten Ethernet-Anschluss.

Urs | Donnerstag 22 Januar 2015 - 12:52 am | | default | Kein Kommentar
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Multivision «Ein neuer Horizont»

Dank der Aufmerksamkeit von meinem langjährigen Kollegen Heinz konnte ich heute Abend mit ihm zusammen im Hotel Jardin in Bern die Multivisions-Show «Ein neuer Horizont» von Beat Glanzmann geniessen.

Der Anlass begann um 19:30, als wir aber zur Türöffnung kurz nach 18:30 eintrafen, war der Saal schon halb voll. Beim Eingang lagen Prospekte von Reiseveranstaltern auf. Am Rand des Saals, der rund 300 Leute fasst, wurden Getränke verkauft.

Bis zum Start füllte sich der Saal ganz und es wurde auch ordentlich warm. Die Vorführung dauerte rund 2 Stunden, mit einer Pause von rund 20-30 Minuten.

Es wurde mucksmäuschenstill, als Beat Glanzmann, der seit rund 20 Jahren im Yukon lebt, aus seinem Leben zu berichten begann. Die Show besteht aus Bildern, Animationen und Filmsequenzen. Teilweise sind die Ausschnitte vertont und teilweise erfolgt ein Live-Kommentar von Beat Glanzmann. Der Vortrag war berührend, da man viel über die Persönlichkeit und das private Leben von Beat Glanzmann erfährt. Ohne sie zu kennen, wären die Bilder und Filme nur halb so mitreissend.

Neben der Lebensgeschichte berichtet die Multivisions-Show über die Natur (Winter-Frühling-Sommer-Herbst und wieder Winter) im hohen Norden Kanadas, über die Tierwelt und das Leben im Einklang mit der Natur.

Die wunderschönen Bilder, vor allem des Herbst, der arktischen Tundra, des ersten Schnees, der goldenen Bäume und der klaren Fernsicht wühlten mich sehr auf. Meine Erinnerung an den August/September 1996 vermischten sich mit den wunderschönen Bildern von Beat Glanzmann.

Wäre draussen ein Taxi zum Flughafen gestanden, ich wäre direkt eingestiegen!

Fazit 1:
Absolut empfehlenswert, Beat Glanzmann ist noch auf Tournee in Basel, Zürich, Jona, Frauenfeld, Solothurn, Wil, Nottwil, Luzern/Kriens und Chur bis gegen Ende Februar! 

Fazit 2:
Die Ferien im August/September werden wohl in den Yukon und ev Alaska führen.

Urs | Freitag 16 Januar 2015 - 11:59 pm | | default | Kein Kommentar
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EoY 2014, Heimreise

Da wäre also am Ende der ersten Arbeitswoche noch ein Kurzbericht über die Heimreise fällig. Und später dann wohl noch ein paar weitere Blogbeiträge über andere Themen als diese immerselben, langweiligen Ferien ;-)

Stephan und ich hatten am Vorabend vereinbart, dass wir gegen 9 Uhr zum Frühstück gehen würden. So stand ich nach einer guten Nacht auf und wir gingen zum letzten Mal zum Frühstücksraum des Hotels rüber. Während vis-à-vis die frühen Vögel bereits bei Tennis oder Fitness waren, bedienten wir uns im gut gefüllten Raum am Buffet (Bagel, Toast, Plunder, Früchte, Saft, etc) und gingen nachher zurück zu unseren Zimmern, um fertig zu packen.

Hotel Kon Tiki Inn im Morgenlicht

Nochmals mit dem weichen (kalkarmen) Wasser in Pismo Beach duschen, packen… einen letzten Blick über den Pool (wo die ersten bereits an der Sonne lagen) und das Meer.

Pool und Kon Tiki Inn vor dem blauen Pazifik am Morgen

Es war deutlich wärmer geworden. Offenbar hatten wir wirklich gerade eine kräftige Kaltfront erwischt in unseren Ferien. Aber über fehlende Sonne konnten wir uns ja sonst gar nicht beklagen :-) Um 11 Uhr war der Wagen mit unseren Koffern beladen. 

Mietwagen beim Kon Tiki Inn kurz vor der Abfahrt

Beim Check-Out gab es noch zwei Tafeln Ovo-Schoggi für die Leute an Reception, welche sich sehr freuten. Natürlich habe ich auch an die Frauen von der Zimmerreinigung gedacht.

Dann fuhren wir los über Pismo - Grover Beach - Oceano über's Land nach Guadelupe und weiter auf dem California 1 bis zur Abzweigung Vandenberg AFB. Anschliessend kurz auf dem 135er und dann über die Hügel auf der Harris Grade Road nach Lompoc. Beim Gaviota State Park bogen wir auf den 101er ein. Leider war die Rest-Area dort immer noch gesperrt (Sanierung, dauert hier jeweils sehr lange) und so fuhren wir noch ein Stück weiter and der Küste zum Pazifik, bis es eine kleine Rauchpause gab.

Am Pazifik, entlang dem Highway 1 zwischen Gaviota und Goleta
 

Wir erreichten Goleta und suchten uns dann langsam ein Restaurant für einen kleinen Hunger und eine Bio-Pause. Da wir die selbe Abfahrt wie vor zwei Jahren erwischten und es dort immer noch kein Restaurant und WC gab, fuhren wir innerorts etwas weiter, bis wir schon auf dem Gebiet von Santa Barbara bei Woody's BBQ fündig wurden.

Nachher fuhren wir mit zwei Tankstopps direkt auf dem 101er bis in den Grossraum Los Angeles und erreichten die Avis-Vermietstation über den normalerweise total verstopften, an diesem Tag aber erstaunlich ruhigen 405er. Bei Avis ging es sehr schnell und eine halbe Zigarette später sassen wir schon im rumpligen Bus nach LAX.

Stephan stieg eine Haltestelle früher aus. Wir machten ab, dass wir uns nochmals treffen werden. Beim Terminal von American war grad nicht viel los, allerdings waren vor mir noch Militär und bei denen dauert das Check-In immer länger (müssen wohl noch Formulare ausfüllen).

Um halb fünf Uhr trafen wir uns dann und versuchten, im Tom Bradley Intenation Terminal ein Restaurant zu finden. Aber Pustekuchen, alles im Umbau. Wir gingen dann nach draussen und sahen noch das schöne Abendlicht über LAX.

Terminal 4 von LAX

Aber auch im Terminal 4, wo AA residiert, gab es nichts gescheites. Also schwatzten wir noch ein paar Minuten und dann trennten wir uns für die Heimreise und wünschten uns gute Reise.

Die Security ging dank eines schnellen Zugangs für Priority-Reisende einigermassen schnell und dann stand ich in der Admirals Lounge, wo ich mich zweimal nach Coupons für Gratis-Getränke erkundigen musste. Einen davon investierte ich in ein Samuel Adams, den anderen verschenkte ich einem anderen Reisenden.

Admirals Lounge LAX

Schon bald hiess es runter gehen, wo das Gate 41 gleich um die Ecke lag. Zehn Minuten später sass ich auf meinem Sitz und liess mir ein Cüpli reichen. Das Einsteigen der Reisenden dauerte zwar noch etwas, aber ich sass bequem. Wir schoben dann zur Zeit ab dem Dock weg und waren kurze Zeit später über dem Lichtermeer von Los Angeles.

Ich freute mich auf das Nachtessen und schaute während dem den Film «Pacific Rim». Ich weiss ja nicht, aber ich teile die positiven Kritiken gem. Wikipedia gar nicht :-o

Nachher ging ich in Schlafposition und ein paar unruhige Drehungen später waren wir bereits kurz vor der Küste Irlands. Zum «Frühstück» liess ich mir einen Früchteteller servieren. Kaffee trinke ich aus Prinzip nicht mehr auf dem Rückweg, das tut meinem Magen besser so.

In London begrüsste uns ein sonniger Nachmittag. Nach der mühseligen, lahmarschigen und unfreundlichen Security konnte ich die Zeit bis zum Weiterflug in der Ruby Lounge von British Airways verbringen und meinen Vorrat an 1.5 dl Büchsen mit Ginger Ale und Tonic Water auffüllen ;-)

Der letzte Abschnitt nach Zürich verdöste ich zwischen einem Sonnenuntergang und einem kleinen Nachtessen mit feinem englischen Tee.

Sonnenuntergang unterwegs zwischen London und Ärmelkanal
Der Tee alleine ist ein Grund, hin- und wieder mit British zu fliegen

Wir kamen vorzeitig in Zürich an und fanden sogar einen Slot und ein Dock. Ich erhielt – wie fast erwartet – ein SMS von meiner kleinen Schwester, dass sie mich abholen kämen. Und so hatte ich nach den drei Wochen Abwesenheit das Vergnügen, meine Nichten, den Neffen, den Schwager und meine Schwester am Flughafen begrüssen zu dürfen.

Während Stephan schon zu Hause in der guten Stube war, gingen wir nach Uster und genossen ein Nachtessen in einem argentinischen Steakhouse. Luc, mein Neffe, war zwar enttäuscht, da er lieber Spaghetti Carbonara gegessen hätte, aber meine Spare-Ribs waren ausgezeichnet.

Kurz nach neun Uhr sass ich dann mit meinem Weihnachtsgeschenk (selbstgemachte Erdnussbutter) und einem von meiner Nichte frisch für mich gebackenen Cup-Cake in der Bahn nach Zürich und nach Hause nach Bern.

Leckereien im Zug nach Zürich und Bern

Das waren tolle Ferien mit Stephan über mehrere Zeit- und Klimazonen. Unterwegs 9'878 Meilen (15'897 Km) mit Flugzeug, 2'870 Meilen (4'618 Km) mit dem Zug und 1'973 Meilen (3'175 Km) im Mietwagen. Dazu natürlich noch ein paar Kilometer zu Fuss durch New York, New Orleans, Tucson, Phoenix, Las Vegas, Pismo Beach und viele schöne Orte, wie auch Nationalparks.

Urs | Sonntag 11 Januar 2015 - 3:18 pm | | default | Kein Kommentar
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EoY 2014-Ferien, Pismo Beach

Wir starteten sehr gemütlich in den letzten Tag des Jahres 2014. Ein strahlend blauer Himmel, allerdings bei tiefen Temperaturen (rund 5-7°C) begrüsste uns.

Panorama-Blick vom Hotelbalkon auf den Pazifik bei Pismo Beach

Ein kleines Frühstück gab es im Hotel. 

Etwas später gingen wir die 110 Stufen der Treppe zum Strand hinunter. Das Meer lag weit vorne, der Strand war wie frisch geputzt (im Vergleich zum September), beinahe kein Kelp lag herum. Aufgrund der relativ tiefen Luftfeuchtigkeit und der tiefen Temperaturen, gab es eine klare Luft mit sehr guter Fernsicht.

Wir guckten uns beim Pier vorne noch ein wenig die Souvenir-Läden an, fanden aber nichts gescheites. Auf dem Pier hatte es trotz dem windigen Wetter recht viele Leute und ein paar Unentwegte mit der Fischerrute.

Surfer auf der Welle beim Pier von Pismo Beach

Danach kaufte ich mir noch ein Sixpack Firestone Walker Pale 31 Bier und schleppte es zurück zum Hotel. Kurz nach vier Uhr rief Stephan zum Bier und anschliessend gab es mal wieder «Sonnenuntergang» a gogo.

Das Kon Tiki Inn im Abendlicht
Sonnenuntergang über dem Pazifik in Pismo Beach
Sonnenuntergang über dem Pazifik in Pismo Beach

Auch lange nach dem eigentlichen Sonnenuntergang glühte der Horizont in orangem Licht und die Wolken wurden von der Sonne hinter dem Horizont noch beschienen.

Die hinter dem Horizont liegende Sonne beleuchtet die Wolken über dem Strand von Pismo Beach

Gegen 20:15 Uhr fuhren wir dann die kurze Strecke zum Ft. McLintocks Steakhouse, fanden auf Anhieb einen Parkplatz und betraten dann das ziemlich volle Restaurant. Wir bekamen einen guten Platz, wo die Lüftung nicht so stark zog und bestellten unser Dinner.

"Steaks and more… im Ft. Mc Lintocks"

Neben dem automatisch aufgetischten Starter (frittierte Zwiebelringe mit Salsa) kam für Stephan ein 6 Unzen (rund 180g) Filet Mignon und für mich ein 22 Unzen (selber rechnen) Bone-In Ribeye. Dazu gab es die Bratkartoffeln und Bohnen, sowie Gemüse auf dem Teller. Notiz an mich für's nächste Mal. Ohne Gemüse bestellen. Das Chnoblibrot haben wir links liegen gelassen und auf den Dessert (Glacé) verzichteten wir aus ersichtlichen Gründen :-)

Nach der Rückfahrt zum Hotel gab es noch einen Portwein in der Bar des «Steamers of Pismo». Leider war der Roxo von Paso Robles gerade ausgegangen. Der ebenfalls lokale Ersatz war nicht schlecht, kam aber nicht an den Roxo heran. Ich wollte dann noch eine Dose «Clam Chowder» beim Empfang kaufen. Aber der Kellner war so gut drauf, dass er sie mir in die Hand drückte und Happy New Year wünschte. Nette, unerwartete Geste…

Da hier kein grosses Fest mit Feuerwerk und so stattfindet, gingen wir dann einigermassen früh in unsere Zimmer. Die letzte Nacht in diesem Jahr in den USA stand an.

Am Donnerstag steht dann die Rückreise an.

Allen Lesern ein gutes, neues Jahr 2015. Nicht zu viele Vorsätze… werdet oder bleibt gesund und habt viel Freude!

Urs | Donnerstag 01 Januar 2015 - 5:00 pm | | default | Ein Kommentar
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EoY 2014-Ferien, Las Vegas - Pismo Beach

Die erste Nacht in Las Vegas war für mich etwas frisch… Irgendwie war die Heizung im Zimmer defekt, anstelle warme Luft, blies nur ein kalter Hauch aus der Anlage. Ich deckte mich entsprechend gut zu und mochte am Morgen trotzdem fast nicht aus dem Bett. Ich hatte auch etwas Kopfschmerzen, welche aber vergingen.

Wir gingen den Strip ein wenig hoch und schauten in die Casinos. Das Denny's beim Best Western ist nun einen Stock in die Höhe umgezogen, allerdings immer noch gleich stark frequentiert und wir hatten keine Lust, für etwas kleines mehr als 20 Minuten anzustehen.

Am Schluss landeten wir im Venetian, welches ich ja aus diversen IT-Veranstaltungen kenne. Dort hatte es einen kleinen Food-Court mit verschiedenen Angeboten. Unter anderem ein Tresen, wo wir wirklich heissen, guten Espresso bekamen. Stephan orderte ein Schoggi-Gipfeli, welches er natürlich anständig wie angeschrieben als «Croissant» aussprach. Ich musste es dann «veramerikanisieren», damit die gute Frau hinter dem Tresen es als «Groissand» verstand ;-) Mein Bagel mit Creamcheese war etwas einfacher.

Hotel und Casino «Venetian» in Las Vegas

Wir blieben dann ein wenig im Casino hängen und riskierten ein paar Dollar. Stephan, der sich wohl am Vortag in Gila Bend bzw. dem Organ Pipe Cactus N.M. etwas erkältet hatte, ging dann zurück zum Flamingo und legte sich etwas aufs Ohr.

Ich blieb etwas länger hängen und hangelte mich dann durch die Casinos zurück zum Flamingo, wo ich gegen 14 Uhr und 40 Dollar reicher wieder eintraf. Im Zimmer rief ich dann den Guest-Service an und bat darum, man möge mir doch die Klimaanlage flicken. Es wurde Besserung «soon» gelobt. Ich zog mir dann die Jacke und die Schuhe an und bloggte vor mich hin. Nach einer Dreiviertelstunde reklamierte ich noch einmal. Es dauerte dann aber bis fast 16 Uhr, bis ein «Engineer» klopfte. Er guckte sich den Thermostat an, stellte ihn nochmals höher. Dann stieg er auf seine Bockleiter, öffnete an der Decke den Schacht, klopfte oder schraubte kurz und schon begann die Temperatur im Zimmer signifikant zu steigen :-)

Stephan meldete sich dann gegen 16:30 und wir gingen auf ein frühes Nachtessen im Flamingo Foodcourt, wo es beim von Mexikanern bedienten asiatischen Restaurant ein Menu mit gebratenem Reis und Shrimps bzw. Chicken Orange gab. Das Menu war mal ausnahmsweise jeweils grad recht für je eine Person und nicht in der üblichen Übergrösse.

Nachher investierten erneut ein paar Dollar ins Casino :-) Stephan hatte nicht so viel Glück und ging dann früh zu Bett. Ich probierte noch etwas weiter, kam dann aber auch nicht mehr auf einen grünen Zweig und war dann gegen zehn Uhr froh, dass mein Hotelzimmer diesmal gut beheizt war.

Am Dienstag hiess es dann mal wieder «früh aufstehen». Wir wollten gegen acht Uhr morgens abreisen, was uns mehr oder weniger gelang. Der Wagen kam schnell aus dem Valet Parking und der Angestellte hatte auf der Fahrt vom Parkhaus zum Hoteleingang schon die Heizung angemacht.

Wir fuhren schnurstracks los auf den Interstate. Nach einem kurzen Tankstop kurz nach Las Vegas fuhren wir durch bis Barstow, wo es im Dennis ein spätes und ausgiebiges Frühstück gab.

Frühstück im Denny's in Barstow, CA

Ich hatte natürlich mein «Moons over my Hammy», Stephans «Beilage» waren «Pumpkin Pancakes with Cinnamon Mousse». Da musste ich natürlich auch davon probieren. Sie waren sehr gut…

Nachher ging es weiter an Mojave vorbei hoch nach Tehachapi, wo der Wagen dann Eiswarnung ausgab, so stark war die Temperatur gefallen. Über die Passhöhe dräuten Regenwolken und auf der Fahrt nach Bakersfield runter, ging es durch eine teilweise dichte Nebelsuppe und dann begann es auch wirklich zu regnen. Immerhin kein Schnee.

In Bakersfield fuhren wir dann den 99 hoch in Richtung Fresno, bevor wir über den Highway 46 westwärts abbogen. Garmins Samantha lotste uns dann aber am Schluss nicht wie Google via Paso Robles, sondern über eine kleine, kurvige Strasse rüber zum California 58. Die Fahrt war so nochmals etwas interessant. Die Hügel rund um die Küste waren nach den sehnlichst erwarteten Regenschauer der letzten Wochen mit einem zarten Grün bedeckt.

Auf dem allerletzten Abschnitt, dem 101er von Santa Margarita bis Pismo gab es dann nochmals etwas Action mit viel Verkehr und stockendem Kolonnenverkehr. Kurz nach fünf und nach Sonnenuntergang kamen wir dann in Pismo Beach an.

An der Reception erinnerte sich der jüngere Mann offenbar sogar an mich und meinte, es sei schon etwas her. Anscheinend hatte er im September Ferien ;-)

Dunkle Wolken über den letzten Sonnenstrahlen am Pazifik in Pismo Beach

Mit einem feinen Nachtessen vom Meer ging der Tag zu Ende.

Urs | Mittwoch 31 Dezember 2014 - 08:00 am | | default | Vier Kommentare
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EoY 2014-Ferien, Gila Bend - Hoover Dam - Las Vegas

Wie abgemacht, trafen wir verschlafenen Eulen und um kurz nach sieben Uhr in der bitteren Morgenkälte vor dem Hotel. Es war unter Null und wir machten uns schnell zum Frühstück auf. Die Rühreier sind hier wohl eher Strausseneier, denn die Zweierportion sah eher nach drei Eiern aus. Ich trank in Erinnerung an den Vortag Tee. An das Kaffeeaufwischwasser kommt noch jeder Beutel ran ;-)

Als wir dann die Koffer eingepackt hatten, sagte uns der Hyundai auch noch, dass es draussen kalt sei. Um 8:20 Uhr war es knapp 1.5° C und die Heckscheibe war zugefroren. Das behob dann das Antippen der Heizungstaste zuverlässig.

Temperaturanzeige im Cockpit des Hyundai

Ich fuhr dann los. Allerdings hatte ich in der Nacht nicht so toll geschlafen und habe dann nach rund eineinhalb Stunden Stephan das Steuer übergeben, um ein wenig zu dösen. Wir fuhren dann durch bis Kingman, wo wir überlegten, zu tanken. An der Tankstelle gingen wir dann aber «nur» ein Subway-Sandwich essen. Ich telefonierte mit dem Swisscom iO nochmals meinem Herrn Papa, den es immer freut, von mir zu hören. Vor allem, wenn ich in der Ferne schweife. Er bekommt zwar von mir fast jeden Tag eine Statusmeldung auf sein iPad und er kann auch den Blog lesen. Aber telefonieren ist halt eher etwas für uns Old-School Boys ;-)

Von Kingman an übernahm ich wieder das Steuer und lenkte den Wagen bis zum Hoover Dam. Kurz vor der neuen Brücke über den Colorado River, über welche ich noch nie gefahren war, hielten wir an einem Aussichtspunkt. Die Urweinwohnerin, welche dort eigentlich selbstgemachten (vermutlich) Schmuck verkaufte, war mehr an den Bighorn-Schafen am Berghang interessiert und zeigte sie uns. Ich musste allerdings etwa fünf Minuten hinschauen, so gut getarnt sind die Viecher.

Strahlend blauer Himmel am Colorado River in der Nähe des Hoover Dam am Highway 93
Gut getarnt, aufs Bild klicken, um es ein wenig zu vergrössern. Wer sieht die Bighorn-Schafe?
Eines der Schafe im Zoom (Tele mit Crop und 200mm)

Vor der Autobahnausfahrt zum Damm staute sich der Verkehr ziemlich heftig. Wir benötigten rund 20-30 Minuten, bis wir bei der Sicherheitskontrolle waren. Von dort ging es dann ohne weitere Wartezeiten bis zum Parkhaus runter. Allerdings stand, es sei voll. Wobei ein Angestellter gerade die Schilder und «Töggeli» wegräumte! So konnten wir schnurstracks ins Parkhaus fahren.

Die neue Brücke über den Colorado River beim Hoover Dam im Gegenlicht
Blick auf den Hoover Dam und die imposant abgespannten Stromleitungen

Wir schauten uns dann die Anlagen und den Damm zusammen mit einer Million Chinesen, einer Million Südamerikaner und etwa einer halben Million Inder an. Als wir ins Visitor-Center wollten, hatte ich natürlich mein Armeesackmesser in der Umhängetasche. Wir haben es probiert, aber der Angestellte war aufmerksam. Atta Boy… also zurück zum Wagen und nochmals einen Anlauf nehmen.

Links das «Überlauf-Haus», in der Mitte der Stausee (Lake Mead) und rechts einer der Wasserablauf-Türme. Dass der Stephan auf dem Bild ist, sag ich niemandem ;-)

Die Ausstellung ist sehr interessant, wobei mich noch mehr Details interessiert hätten. Die Ausstellung am Glen Canyon Dam in Page ist eher etwas besser gemacht.

Auf der Aussichtsplattform waren die Schatten dann schon recht lange geworden. Das Frühabend-Licht gefällt mir sehr.

Lange Schatten im Licht des frühen Abends am Hoover Dam

Aber so sehr das Licht gefällt und man noch viele Fotos schiessen könnte, es hiess die letzten paar Meilen bis Las Vegas unter die Räder nehmen. Das GPS führte uns einigermassen zielsicher in Richtung Flamingo. Auf den letzten Metern war ich dann aber abgelenkt, weil ich Stephan einen Witz erzählen wollte (den ich nicht beendete) und verpasste die Abzweigung auf die Flamingo Road. Also noch ein paar Quartierstrassen erkundet und dann mit einem weiteren kleinen Schlenker zum Valet-Parking eingebogen.

Dort waren wir dann nicht ganz alleine, kamen aber nach rund 15 Minuten nach vorne, wo ein Angestellter den Wagen in Empfang nahm. Wir mussten dann nochmals etwa 20 Minuten beim Check-In anstehen. Danach bezogen wir unsere Zimmer und gingen anschliessend noch ein wenig auf den bitterkalten Las Vegas Strip und assen später in einem mexikanisch-chinesischen Restaurant im Cosmopolitan Casino.

Noch ein paar Dollar investieren (lohnte sich für mich einmal mehr) und dann liess ich Stephan noch etwas alleine weiterspielen, da mir die Augen brannten und ich müde war.

Urs | Dienstag 30 Dezember 2014 - 02:01 am | | default | Zwei Kommentare
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EoY 2014-Ferien, Gila Bend - Organ Pipe Cactus N.M.

Auch am Samstag schliefen wir etwas aus, soweit es die Züge, welche ein paar Meter hinter dem Hotel durchfuhren zuliessen. Immerhin haben die Bahngesellschaften etwas Herz mit den Einwohnern und unterlassen das dauernde Betätigen des Signalhorns, obwohl es einen Bahnhübergang hat.

Best Western Space Age Lodge in Gila Bend im Morgenlicht

Danach machten wir uns auf zum Frühstück, welches für Hotelgäste im Restaurant gratis ist. Der Kaffee war dunkel, heiss und absolut geschmacklos :-( Jänu, hätte ja noch schlimmer sein können ;-)

Danach machten wir uns parat. Danke dem kurzfristig erfolgten Tipp von Thomas, nahmen wir unsere Pässe mit. Dann fuhren wir los zum Organ Pipe Cactus National Monument. Kurz nach Abfahrt gab das Cockpit einen kurzen Signalton aus und zwei Lämpchen blinkten. Merci denn… «Low Tire Pressure» und «Service Engine»! Erstes liess sich über das Display eruieren, der linke Hinterreifen hatte etwa drei PSI (pound-force per square inch) weniger. Ich beschloss, das zu ignorieren und das «Service Engine» auf den schlechten Reifendruck zurückzuführen!

Unterwegs, kurz vor Ajo und später noch weiter unten, passierten wir zwei Posten der U.S. Border Patrol, welche nordwärts fahrende Autos kontrolliert.

In Ajo machten wir einen kurzen Boxenstopp und bewunderten das schön herausgeputzte alte Stadtzentrum mit kleinem Pärkchen.

Stadtzentrum von Ajo, Arizona

Am Bahnhof der stillgelegten Linie Gila Bend - Ajo kauften wir im Souvenirshop noch Kalender und plauderten ein wenig mit der älteren Dame. Sie war in New York aufgewachsen und sogar mal in Wengen in den Ferien gewesen. Allerdings zog sie auf das Alter hin in das warme Arizona. Ich weiss ja nicht, New York ist ja schon etwas extrem, aber Ajo hat im Sommer regelmässig 40° und mehr, während Wochen!

Der stillgelegte Bahnhof von Ajo beherbergt einen kleinen Souvernirshop
Auf diesen Gleisen in Ajo, Arizona, fährt schon seit 20 Jahren kein Zug mehr

Und schon ging es weiter zum Organ Pipe Cactus National Monument. Der Park liegt nur noch ein paar Meilen von der Grenze zu Mexiko entfernt. Entsprechend findet man überall Hinweisschilder der Border Patrol, man solle von «Wanderern in Gruppen mit schwarzen Wasserflaschen» Abstand halten, sie auf keinen Fall mitnehmen und umgehend melden. Naja, wir haben keine angetroffen. Der Wind pfiff wirklich fürchterlich, was das sonnige Wetter gar nicht so erwarten liess. Die Rundfahrt über die beiden Strecken war doch sehr rumplig aufgrund des teilweise schlechten Zustands der Schotter- bzw. Dreckpiste.

Ein Selfie gehört doch heute zum guten Ton, also hier

Der westliche Loop hat mehr Saguaro, als Organ Pipe Kakteen, aber gelegentlich stehen sie wie hier, nahe beieinander.

Im Vordergrund ein Organ Pipe, in der Mitte ein Saguaro Kaktus

Auf dem östlichen «Ajo Mountain Drive», welcher noch rumpliger war, gab es viele Kakteen zu bestaunen. An einem Ausstellplatz machten wir ein kleines Picknick, wobei der wirklich bissige Wind die Kälte in die Knochen trieb. Also brachen wir schnell wieder auf.

Panorama beim Picknick-Platz am Ajo Mountain Drive des Organ Pipe Cactus N.M.
Drei, nein sogar vier verschiedene Kakteen auf einem Bild im Organ Pipe Cactus National Monument

Dann wurden die Schatten aber schon länger und wir machten uns auf dem Rückweg. Die Kontrollen an der Posten der Border Patrol waren kurz und schmerzlos. Die gut bewaffneten, aber sehr freundlichen Ranger schauten kurz in das Fenster (der Rücksitze). Die Pässe wollten sie gar nicht genau anschauen. «Ah, your Swiss! Have a nice evening.» und schon konnten wir weiterfahren.

Beim Dorfeingang tankten wir noch etwas Benzin und gaben dem Hinterreifen ein paar Schübe aus der Druckluftpumpe und siehe da… die Anzeigen verstummten. Also lag das «Service Engine» nur am Reifendruck. Blöde Karre…

Wir wollten in Gila Bend nochmals versuchen, die Dämmerung zu fotografieren. Aber es war schon zu dunkel. Zur Abwechslung gingen wir ins «Little Italy». Zu Fuss, über eine vierspurige Strasse, aber es hatte wenig Verkehr. Stephan, der ja immer sehr gut recherchiert und informiert ist, hatte herausgefunden, dass in dem Restaurant sogar schon Prinz Harry anlässlich einer Flugschulung gegessen habe. Innen sieht das Restaurant etwas «stier» aus. Die Bedienung war aber sehr aufmerksam und freundlich. Die von Harry gelobte «Meat Lovers Pizza» war dann auch wirklich sehr gut. Man merkte, dass sie den Teig selber machen. Absolut empfehlenswert.

Leuchtschrift des Space Age Restaurant in Gila Bend bei Nacht
Leuchtschrift des Best Western Hotel in Gila Bend

Dann gingen wir früh zu Bett, da am nächsten Tag eine grössere Etappe nach Las Vegas auf dem Programm stand.

Urs | Dienstag 30 Dezember 2014 - 02:00 am | | default | Kein Kommentar
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EoY 2014-Ferien, Scottsdale - Picacho Peak State Park - Gila Bend

Wir liessen uns am Morgen etwas Zeit, da die geplante Fahrt nach Gila Bend eigentlich kurz wäre. Kurz nach 9 Uhr liessen wir unseren Wagen aus dem Valet Parking holen und fuhren los. Bei der Abfahrt kam mir in den Sinn, dass es in Scottsdale oder Phoenix wohl sicher einen Denny's geben wird. Garmin sei Dank, war die Liste schnell verfügbar und der nächste lag erst grad noch auf dem Weg.

Damit hier nicht immer nur Fotos von vertilgten Speisen zu finden sind, bleibe ich beim Wort. Ich genehmigte mir mein erstes (und wohl einziges) Moons Over my Hammy. Der Gesundheit zuliebe mit einer kleinen Portion sehr frischer, feiner Avocado. Stephan verlegte sich auf's Grobe mit einem Grand Slamwich ;-)

Derart gesättigt ging es los. Wir wollten südwärts via Maricopa, damit wir auf dem Rückweg nicht nochmals die selbe Strecke fahren würden.

In Maricopa waren wir schon in Richtung Gila Bend abgebogen, als Stephan noch auf einen State Park aufmerksam machte. Also fuhren wir zurück und dann blieben wir kurz am Bahnhof von Maricopa hängen. Nicht wegen dem grossartigen Gebäude (Container, immerhin bedient) oder der grosszügigen Gleisanlage (ein Perron, knapp 50 Meter lang), sondern wegen einem ausgestellten, alten Wagen (Silver Horizon) des California Zephyr. Der hatte allerdings seine besten Zeiten vor längerem gesehen und war in einem traurigen Zustand.

Silver Horizon Wagen des California Zephyr in Maricopa

Danach fuhren wir weiter zum «Picacho Peak State Park», fast auf halbem Weg zurück nach Tucson. Aber die Fahrt lohnte sich. Der State Park hat ein paar Wanderwege, wobei einer mit fast 400 Höhenmetern und 10km pro Weg dann doch des Guten zuviel für uns war. Wir haben ihn im flacheren Teil begangen und wurden neben einem kühlen Wind mit einer schönen Aussicht belohnt. Und natürlich mit vielen Kakteen ;-)

Aussicht gegen Westen auf einem kleinen Wanderweg im Picacho Peak State Park

Gestärkt haben wir uns mit ein paar Früchten, welche wir noch vom Vortag hatten. Danach ging es weiter zu einem weiteren Weg, welcher auf eine kleine Anhöhe führte. Der Weg lag schon im Schatten und es war empfindlich kühl. Die Sonne steht zwar noch relativ hoch, aber die Atmosphäre ist mit rund 15-20% Luftfeuchtigkeit sehr trocken und es kühlt nachts sehr stark aus.

Aussicht vom Picacho Peak State Park in Richtung Süden/Osten

Danach wurde es aber Zeit für die Fahrt nach Gila Bend. Es war mehrheitlich Interstate (10 und 8) mit Tempomat angesagt. Die Strassen waren praktisch menschenleer. Offenbar waren auch hier viele Leute eher über die Festtage zu Hause.

Wir erreichten Gila Bend in der Abenddämmerung. Die «Space Age Lodge» der Best Western-Kette war unübersehbar. Das Hotel wurde im Jahr 1964/65 erbaut. Der Besitzer hatte aus dem 2. Weltkrieg gute Beziehungen zum Militär und war begeistert über das Raumflug-Zeitalter, das sich anbahnte. Das Hotel wurde später nochmals renoviert, das angebaute Restaurant später nach einem Brand ein zweites Mal mit Bildern und Fotografien ausgestattet. Die Zimmer waren ordentlich, auch wenn die Heizung etwas laut (aber notwendig) war.

Startrek - Wandmalerei bei der Bar im Restaurant der Space Age Lodge in Gila Bend

Der Sonnenuntergang gegen Westen ging einigermassen schnell, das rote/orange Leuchten blieb aber noch sehr lange bestehen. Es lässt sich leider etwas schlecht fotografieren.

der alte Wasserturm beim alten Bahnhof von Gila Bend im Licht der allerletzten Sonnenstrahlen

Das Nachtessen im Restaurant war in Ordnung. Die einzige Bedienung (die auch abräumte) und der Koch machten ihren Job gut und wir gingen gut gesättigt zum Bier im Zimmer.

Urs | Dienstag 30 Dezember 2014 - 01:00 am | | default | Kein Kommentar
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EoY 2014-Ferien, Tucson - Apache Trail - Scottsdale

Der 25. Dezember ist in den USA ein sehr stark beachteter Feiertag, vermutlich sogar noch etwas stärker als Thanksgiving. Entsprechend waren wir froh, dass das am Hotel angebaute Restaurant offen hatte und Frühstück servierte. Danach packten wir unseren Wagen voll und checkten aus.

Am Vorabend hatte ich versucht, mein Garmin zu überreden, die Strecke Tucson - AZ-77 - Globe - Roosevelt - Apache Trail nach Scottsdale bei Phoenix zu berechnet. Nada, offenbar ist der Apache Trail für das Garmin nicht durchgängig.

Wir fuhren trotzdem los. Unterwegs fanden wir sogar einen Supermarkt, der uns mit Zutaten für Sanwiches versorgte. In Globe tankten wir ein erstes Mal. Nur um herauszufinden, dass ein Drittel leer in etwa nur 5 Gallonen (knapp 20 Liter) sind. Da die Kosten in Arizona zurzeit nur gerade bei rund 2.25 US $ pro Gallone liegen, war es angenehm günstig.

Roosevelt ist nicht wirklich ein Städtchen, sondern eher ein paar Gebäude um einen Yachthafen. Der Theodore Roosevelt Dam staut den Snake River auf und der See wird wie in den USA üblich für «Recreation» (Erholung) genutzt. Wir assen ein spätes Mittagessen mit selbstgemachten Sandwiches am Picknickplatz. Der kühle Wind war sehr stark und blies uns fast um, bzw. die letzten Pringles dann davon ;-)

Smokey the Bear says, the fire danger is low today ;-)
Mittagessen in Roosevelt, vom Winde verweht
Brücke beim Staudamm in Roosevelt

Von Roosevelt fuhren wir dann auf einen Tipp von Thomas den Apache Trail. Diese alte, steile und sich windende Strasse ist auf einem grossen Teil immer noch ungeteert, teilweise sogar einspurig zu befahren. Entsprechend fährt man selten mehr als 30 Meilen pro Stunde (50 Km/h). 

Tiefe Wolken unterwegs auf dem Apache Trail

Die Strecke ist landschaftlich schön und das Wetter spielte einigermassen mit. Zwar tröpfelte es zwischendurch, dann brach aber wieder die Sonne durch.

Fast rundum Panorama der Aussicht beim Fish Creek Hill auf dem Apache Trail

Wir umfuhren Phoenix grosszügig über den Nordosten und erreichten den Grossraum Scottsdale kurz vor Sonnenuntergang. Dort wechselten wir auch wieder den Fahrer, da Stephan müde war.

15 Uhr 50 Minuten, in den Bergen im Nordosten von Phoenix

Das GPS navigierte uns dann zu unserem Hotel W, wobei dort im dunkeln die Zufahrt etwas schwierig zu finden war. Wir mochten nicht mehr lange nach einem günstigen Parkplatz Ausschau halten und nahmen den Hotelservice in Anspruch.

Das Zimmer im «W» war sehr schön eingerichtet, mit freistehendem Doppelbett und grossen Kleiderschränken, ein grosses Sofa und einem grossen Schreibtisch.

Wir dachten, dass es etwas schwierig werden könnte mit dem Nachtessen am 25. Dezember. Die Frau an der Rezeption war irgendwie auf Speed ;-) Sie hatte ein nervöses «Ehe» drauf und klickte wild im Computer, um uns dann eine Empfehlung für ein Lokal zu geben. Erst wollte sie uns ein Taxi aufschwatzen, nur um dann nach Rückfrage festzustellen, dass es doch nur grad rund 20 Minuten zu Fuss sei.

Auf eine Frage, ob es denn notwendig oder besser sei, eine telefonische Reservation zu machen, meinte sie nach einem Dutzend weiteren «Ehe» sehr selbstbewusst, es sei Weihnachten, da sei es sehr ruhig. Wir nickten und gingen mal los. Das Restaurant hiess «The Mission» und hatte eine ansprechende Karte. Allerdings hatte es eine lange Schlange und ein Kommen und Gehen, zusammen mit einer rechten Geräuschkulisse bei der Bar. Man teilte uns mit, dass sie es «arrangieren» könnten und nach 10 Minuten bekamen wir einen Platz an einem Bartisch.

Nach 10 Minuten bemerkte dann die gute Platzanweiserin meinen leicht genervten Gesichtsausdruck und dass sie uns keine Karte gegeben hatte. Danach kam auch gleich der Kellner und nahm die Getränkebestellung auf. Er brachte die Getränke und verschwand auf Nimmerwiedersehen. Mehrere Versuche über einen bösen Gesichtausdruck auf die Platzanweiserin einzuwirken, waren erfolglos. Ich stand dann auf und bahnte mir einen Weg durch die laute Menschenmasse und reklamierte. Allerdings erfolglos. Nach insgesamt 30 Minuten Warten, gaben wir auf. Ich «bedankte» mich für die Gratisdrinks und unter vielen Beschwichtigungsworten und Angeboten machten wir uns hungrig und verärgert vom Acker.

Da es auch auf dem Rückweg nirgends Platz oder gescheite Angebote gab, waren wir dankbar im hoteleigenen Restaurant Platz zu finden. Das «Sushi Roku» hatte eine angenehme Atmosphäre, der Kellner war sehr aufmerksam und fachkundig. Stephan blieb auf der US-Schiene und gönnte sich ein Rindsfilet, ich genoss ein dreiteiliges Sushi-Set (Ngiri Ebi, Sashimi vom Thunfisch und eine Rolle Maki mit Tempura Shrimp. Ich erlaubte mir dann noch ein äusserst gutes Dessert mit Glacé und Früchte-Frühlingsrollen, das ich mit vielen Überredungskünsten wenigstens zum Teil mit Stephan teilen konnte :-)

Dessert im Sushi Roku im Hotel W in Scottsdale

Urs | Samstag 27 Dezember 2014 - 07:30 am | | default | Kein Kommentar
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EoY 2014, Tucson und die Kakteen, Heiligabend

Der Morgen begrüsste uns mit Sonne und frischen Temperaturen. Als ich rausging, hatte es grad mal 4° Celsius, Stephan, der etwas früher raus ging, meinte, es sei sogar noch kälter gewesen.

Geheizter Pool in der Morgenkälte in Tucson

Der mit Lichtergirlanden behängte Saguaro Kaktus stand gleich beim Eingang zum Hotel.

Saguaro Kaktus beim Best Western Hotel in Tucson

Gleich neben dem Hotel befand sich ein Restaurant, in welchem uns ein gutes Frühstück serviert wurde. Stephan wunderte sich etwas, ab seinem Rühreiern. Der Text auf der Karte war auch etwas verwirrlich. Scrambled Egg white and Fruit… Es war dann nur das Eiweiss und die Früchte ;-) Der Kellner war sehr aufmerksam und freundlich und hatte sich sein Trinkgeld verdient.

Danach fuhren wir mit einem Taxi zum Flughafen (rund 25$), um dort bei Avis unseren Mietwagen, einen Hyundai Sonata abzuholen. Als Avis Preferred musste ich nicht am Schalter anstehen (hatte eh keine Leute am 24.12. dort). Wir konnten also direkt draussen bei den Mietwagen in der Kälte anstehen ;-)

Es gab dann etwas Diskussionen, da wir Stephan als Zweitfahrer eintragen wollten. Dazu musste die Buchung angepasst werden, was der Mann nicht hinkriegte. Er rief dann drinnen eine der geübten Frauen zur Hilfe, die mit viel Tippen und nachfragen alles ins System hackte. Am Schluss las ich diesmal den Mietvertrag etwas genauer durch als in New Orleans. Und siehe da, da war noch irgend eine Gebühr drin, welche wir nicht nachvollziehen konnten. Also hackte die Frau, leicht genervt, nochmals ein paar Minuten im System herum, bis uns der Nadeldrucker dann ein weiteres Exemplar des Mietvertrages mit den richtigen Beträgen ausdruckte.

Kurze Zeit später machten wir uns im Auto, einem weissen Hyundai Sonata, bequem.

Unser Mietwagen, ein Hyundai Sonata

Bevor wir zur Stadt raus fuhren, kauften wir in einem Supermarkt Brötchen, Fleisch und Früchte ein. Ich nutzte die Gelegenheit, um kurz mit meiner Schwester und meinem Vater via Facetime zu «videofonieren». Die Verbindung war gerade genügend und mein Vater hatte Freude, zu Weihnachten von mir zu hören.

Dann ging es aber los in Richtung Saguaro Nationalpark. Kurz vorher gab es noch ein «Desert Museum», weshalb wir erst dort abbogen. Allerdings war das nicht nur ein Museum, sondern ein vollständiger Park mit Tieren (Puma, Otter, Biber, Hirsche, Schlangen etc.), Pflanzen (Kakteen, Agaven etc.)  und Ausstellungen, in welchem man gut einen ganzen Tag verbringen könnte, sehenswert!

Saguaro Kakteen im Arizona-Sonora Desert Museum
Agave im Arizona-Sonara Desert Museum
Agaven und Kaktus im Arizona-Sonora Desert Museum

Etwas mehr Zeit verbrachten wir dann in der Volière der Kolibri. Am Eingang wird man darauf hingewiesen, nicht zu erschrecken. Aber wenn einem das erste Mal so ein Brumm-Vogel (Hummingbird) 10cm neben dem Kopf vorbeischwirrt, zuckt man trotzdem zusammen :-) Hier hätte ich die Nikon dabei haben sollen, die lag aber draussen im Auto. Wie üblich hat Stephan die besseren Photos hingekriegt, als ich mit dem langsamen iPhone.

Kolibri im Arizona-Sonora Desert Museum

Etwas spät gab es dann im nebenan liegenden Picknickplatz unsere selbst gemachten Sandwiches und Beilagen. An der Sonne war es fast ein wenig warm :-) Dann nochmals kurz zurück zum Museum, um noch ein paar Souvenirs für Kollege Thomas zu kaufen und gleich weiter zum Saguaro Nationalpark.

Im Visitor-Center gibt es eine sehr inspirierende, vertonte Dia-Show über die Sonora-Wüste und deren Bewohner, die man unbedingt ansehen sollte! Danach haben wir noch Souvenirs und eine Postkarte gekauft (ja, Jacques, sie sollte es wohl bis in die erste Januarwoche zu Dir schaffen :-)).

Die Zeit reichte gerade noch für eine Fahrt durch den Loop des Nationalparks und zur Rückfahrt zum Gates Pass, wo wir auf Hinweis von Thomas den Sonnenuntergang bewundern sollten. Wir waren dann rechtzeitig oben, allerdings hatte es etwas zugetan und die Sonne ging in den Wolken unter.

Sonnenuntergang über Tucson vom Gates Pass aus gesehen

Wir waren nicht ganz alleine, etwa 50 Menschen warteten auf den richtigen Augenblick :-) In der einsetzenden Dunkelheit fuhren wir zurück in Richtung Tucson, nur um nochmals auf einen Ausstellplatz zu fahren, weil wir die letzten roten Sonnenstrahlen auf den Berggipfeln noch bewundern mussten. Der Sonnenuntergang dauert hier fast ewig und die vollständigen Farbtöne kriegt man leider gar nicht auf die Kameras.

Letzte Rottöne über Tucson, die schmale Sichel des Mondes steht hoch oben

Die Diskussion, wo wir am heutigen Heiligabend zu Nacht essen wollten, war nur kurz. Pizza Hut hatte gewonnen. Stephan machte mich dann darauf aufmwerksam, dass das schon fast eine kleine Tradition ist. Schliesslich hatten wir schon 2012 in 29 Palms im Pizza Hut zu Weihnachten gegessen ;-) Die Bilder erspare ich Euch.

Der Schlummertrunk in der Bar beim Hotel löschte dann noch den Durst von der pikanten Pizza (Half Hawai'ian, Half Pepperoni, what else…).

Urs | Freitag 26 Dezember 2014 - 07:17 am | | default | Kein Kommentar
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