Oops, schon wieder Monate vergangen.

Offenbar bin ich zurzeit etwas sehr stark ausgelastet und finde keine Zeit für das Bloggen :-(

Ob es auch daran liegt, dass ich vermehrt Schwierigkeiten mit dem Lesen von hoch aufgelösten Bildschirmen habe? Der Optiker meinte auf jeden Fall, ich solle mal einen Versuch mit einer «Arbeitsbrille» machen.

Seit fünf Jahren trage ich nun eine Brille. Ich bin gleich mit einer Gleitsichtbrille eingestiegen. Beidseitig eine leichte Korrektur in die Nähe und nur auf einem Auge eine Korrektur in die Ferne. Nun wird in meinem Alter das Auge jedes Jahr etwas schwächer. Und die Korrekturen wurden sowohl in die Nähe als auch in die Ferne jedes Jahr ein wenig stärker, rund eine Vierteldioptrie. 

Seit einiger Zeit habe ich nach langen Tagen mit viel Bildschirmarbeit immer mehr Mühe, meine Augen korrekt zu fokussieren. Der Optiker erklärte mir, dass aufgrund des gewachsenen Unterschieds zwischen Nah- und Fernkorrektur der Schärfebereich immer kleiner werde und ich mich dadurch immer mehr anstrengen müsse, durch den richtigen Bereich zu schauen.

Also behalte ich mal meine «alte», etwas zu schwache Gleitsichtbrille für den normalen Gebrauch und werde im Laufe der nächsten paar Tage eine «Bürobrille» abholen, welche mich durch den Arbeitsalltag am Bildschirm begleiten wird.

Einerseits wohl mühsam, da ich mit zwei Brillen hantieren muss. Andererseits wird der sehr grosse Schärfebereich der Arbeitsbrille eine entspanntere Haltung am Bildschirm oder beim Lesen in einem Buch ermöglichen. In dem Sinne freue ich mich auf die neue Brille, etwas weniger auf die Rechnung ;-)

Urs | Sonntag 13 Juli 2014 - 10:42 pm | | default | Kein Kommentar
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Ferienpläne 2014

Nachdem ich letztes Jahr im November die Amazon re:Invent in Las Vegas besuchte, möchte ich dieses Jahr wieder an die VMworld nach San Francisco.

Die Messe dauert jeweils Sonntag bis Donnerstag, wobei die eigentlichen Vorträge von Montag bis Donnerstag Mittag dauern. Auch diesmal (wie 2012) hänge ich hinten zwei Wochen Ferien an.

Ich werde von San Francisco nach Salt Lake City fliegen. Dort werde ich ein Auto mieten und damit nach Los Angeles fahren, von wo ich zurückfliegen werde.

Den Verlauf der Fahrt mit dem Mietwagen habe ich mit den tollen Tipps von Kollege Thomas ergänzt. 

Ich werde zwei ganze Tage im Yellowstone Nationalpark verbringen und ihn dann  durch den Grand Teton Nationalpark verlassen. Danach geht es über Provo und den Capitol Reef Nationalpark durch das Grand Staircase-Escalante National Monument nach Cedar City. Von dort fahre ich über Las Vegas - Tehachapi nach Pismo Beach, von wo ich nach zwei Tagen Erholung nach Los Angeles fahre.

Die Vorbereitung macht schon grosse Vorfreude. 

Es wird ein paar neue Orte und Nationalparks geben. Diesmal fliege ich auf dem Hinweg mit US Airways.

Urs | Sonntag 27 April 2014 - 11:43 am | | default | Kein Kommentar
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Frische Murren zu Ostern

Murren, nichts zu murren ;-)

Diese speziellen Weggli haben es mir immer angetan. Also machte ich wieder mal einen Versuch. Das Rezept habe ich ja aus meinem Leserwunsch im Plötzblog.

Natürlich backe ich nicht einfach die Rezepte nach, sondern adaptiere sie ein wenig.

Vorteig (Poolish)

  • 150g Zopfmehl (helles Weizenmehl)
  • 150g Wasser (nächstes Mal Milch nehmen)
  • 0.6g Hefe (0.2 hätte wohl auch gereicht)
Während rund 12-14 Stunden gehen lassen, bis er ordentlich Blasen wirft.

Hauptteig

  • Vorteig
  • 155g Weizenmehl hell
  • 50g Roggenvollkornmehl
  • 9g getrockneten, gemahlenen Roggensauerteig
  • 90g Milch
  • 2.5g Backmalz
  • 7.2g Salz (7 hätten auch gereicht)
  • 35g Butter
  • 1.5g Hefe

Den Vorteig und die Zutaten des Hauptteig bis auf Salz und Butter rund 15 Minuten kneten. Der Teig löst sich nicht ganz von der Schüssel. Danach die Butter in Flocken untergeben und weitere 5 Minuten kneten. Zum Schluss das Salz beigeben und nochmals 5 Minuten kneten.

Den Teig während rund einer Stunde an der Wärme gehen lassen. Danach über Nacht in den Kühlschrank legen.

Weggliteig

Am Morgen (so früh wie nötig) den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und eine Stunde temperieren lassen. Danach den Teig in sechs gleich grosse Portionen teilen, rundwirken und 10 Minuten ruhen lassen. Anschliessend länglich stossen/rollen und mit Eigelb bestreichen.

Murren-Teiglinge

Auf einem Backpapier eine Stunde gehen lassen. Danach nochmals mit Eigelb abstreichen. Nach kurzem Antrocknen mit der Schere mehrmals flach einschneiden.

25 Minuten im gut vorgeheizten Ofen auf dem Backstein von 230 auf 200 Grad fallend ohne Dampf backen.

Frisch gebackene Murre
Anschnitt der frischen Murre

Die Murren haben eine kräftigere Krume als die von der Bäckerei. Dafür sind sie saftiger und das Roggenmehl macht sie aromatischer.

Da ich die Murren (unbeabsichtigt) etwas zu nahe aneinandergelegt habe, sind sie etwas zusammengebacken. Das ist aber durchaus beliebt :-) En Guete und schöne Ostern!

Die Ausbeute des Backvormittags, frische Murren

Urs | Sonntag 20 April 2014 - 11:46 am | | default | Kein Kommentar
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Böse Glencore, böse, böse…

Die Rundschau mit ihrem «Anchorman» Sandro Brotz (das ist der, der lieber will, dass wir mit seinem Hashtag diskutieren, anstelle mit ihm) hat heute die Situation um die «Mopani Copper Mines» in Mufulira, Sambia auf die heimischen Bildschirme gebracht.

Kurz, Mopani ist eine grauenhafte, umweltverpestende Drecksschleuder, die viele Leute schädigt, krank macht, ev sogar hilft, zu Tode zu bringen.

In einer kurzen Twitter-Diskussion habe ich angedroht, böse zu werden. Weil ich mich heute über einige Leute und viele Sachen geärgert habe. Dann werde ich richtig «grumpy». Also… dann halt.

Warum haben wir nach Sambia geschaut? Weil dort Menschen sterben? Blödsinn!

Wir haben nach Sambia geschaut, weil eine Firma mit Sitz in der Schweiz, als Haupteignerin (75% des Aktienkapitals) des Werkes da steht. Und weil diese Firma sehr grosse Gewinne macht und von diesen Gewinnen auch Schweizer (Personen, Gemeinden, Kantone etc.) profitieren.

Wäre Glencore eine französische Firma, hätte kein Hahn nach der Umweltverschmutzung in Sambia gekräht. Wäre Glencore eine Schweizer Firma, die grad knapp Gewinne einfährt, hätte ev ein halber Hahn danach gekräht. Aber eben, so sind wir, wenn wir uns schämen.

Was ist nun mit Sambia, der Stadt Mufulira?

Die Kupfermine dort wird seit 1923 ausgebeutet. Als Glencore die Minen und die Abbauindustrie übernahm, haben sie offenbar mit der Regierung einen Plan für die Sanierung der Anlagen innert rund 10 Jahren abgemacht. Der Plan sah vor, dass die Anlage nicht stillgelegt wird. Warum? Die Stadt hat rund 120'000 Einwohner. 60% der Leute sind arbeitslos. 16'000 arbeiten in den Kupferminen und Industrie. Wir können davon ausgehen, dass mit den Minen und der dazugehörenden verarbeitenden Industrie praktisch die ganze Stadt vom Einkommen der Mitarbeitenden abhängt. 

Während also die Anlagen modernisiert wurden (gem. Rundschau mit rund 2 Mia $) wurden neue Anlagen eingebaut, die sauberer arbeiten. Weil gleichzeitig aber die Produktion hochgefahren wurde, blieb der Schadstoffausstoss gleich gross (oder stieg sogar). Erst jetzt (leicht hinter Fahrplan) wurden auch die restlichen Anlagen modernisiert und der Schadstoffausstoss sollte stark zurückgehen.

Gemäss Tagi-Artikel betrug der Gewinn der Minen letztes Jahr 182 Millionen Dollar.

Was hätte Glencore machen können:

  • Das Werk nicht kaufen. Konsequenz: wir hätten heute keinen solchen Beitrag in der Rundschau gesehen. Weitere Konsequenzen? Wäre die Luft sauber? Würden weniger Leute krank?
  • Das Werk kaufen und stillegen. Konsequenz: die Kupferpreise wären vermutlich gestiegen. Mufulira hätte dann wohl eine Arbeitslosigkeit von 80%. Die Leute wären nicht (weniger) wegen schlechter Luft krank geworden. Wären sie sonst gesünder, besser dagestanden? Schwierig.
  • Das Werk kaufen, die Sanierung sehr schnell vorantreiben, die Produktion in der Zwischenzeit nicht hochfahren. Sofort ein Programm starten, um die Gesundheit der Leute massiv zu verbessern (AIDS-Prävention, Schulen fördern, Ernährung verbessern). Dazu noch die Löhne massiv steigern, damit Wohlstand einkehrt und die Sekundärwirtschaft besser wird. Damit einhergehend würde die Arbeitslosigkeit zurückgehen und es ginge Allen bessern. Natürlich hätte das viel Geld gekostet, viel mehr Geld, als mit der Mine hereinkäme. Gee… was ist jetzt schon wieder der Sinn einer Firma? Dass es der Konkurrenz besser geht? Dass das Volk zufrieden ist? Ach nein, sie muss Geld verdienen, um zu überleben. Um Löhne zu bezahlen, um Geld zur Seite zu schaffen, damit Investitionen getätigt werden können. Für den Rest wäre der Staat zuständig. Ein Staat wie Sambia. Ein Land mit Rang 164 von 187 im Human Development Index.

Heh! Ich habe nicht behauptet, ich wüsste die beste Lösung. Ich finde es generell nicht gut, wie in solchen Ländern mit der Gesundheit der Leute umgesprungen wird. Wie übrigens vor wenigen Jahren noch in der Schweiz oder in Europa mit der Gesundheit der Leute umgesprungen wurde (immer noch wird).

Ich denke einfach, dass es immer verschiedene Kehrseiten der Medaille gibt und dass die Welt generell viel komplexer ist, als wir «Wutbürger» es gerne hätten. Und die Karawane zieht weiter…

Übrigens, aus Mufulira kommt ein Fussballverein, der mehrfacher Meister in Sambia wurde. 

Getippt auf einem in China gefertigten Laptop mit problematischen Inhaltsstoffen (wie Kupfer, vermutlich aber ohne Blei und vielen weiteren Rohstoffen), verbreitet ins Internet über viele Meter Kabel.

Quellen:

Tagi-Artikel: Glencore und die Asthma-Toten in Sambia

Urs | Mittwoch 12 März 2014 - 10:04 pm | | default | Ein Kommentar
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Schnelles Sonntagsbrot

Der Brotkasten leidet an Auszehrung, das «Mill Loaf» nach Dan Lepard vom vorherigen Wochenende ist bald alle und doch langsam etwas dürr?

Also ein schnelles (naja?) Sonntagsbrot.

  • 300g helles Weizenmehl (Zopfmehl, ca 500)
  • 50g Dinkelvollkornmehl
  • 25g Anstellgut vom Roggensauer
  • 227g Wasser
  • 7g Salz
  • 5.25g Hefe
  • 1.75g Backmalz

Hefe, Backmalz, 10g Dinkelvollkorn mit ca 30g Wasser zu einem dünnen Brei verrühren und rund 30 Minuten angehen lassen. Restliches Mehl, Anstellgut und Wasser hinzufügen. Zu einem festen, glatten Teig kneten, bis er sich von der Schüssel löst. Salz hinzufügen und nochmals rund 10 Minuten in den Teig einarbeiten.

In abgedeckter Schüssel während 90 Minuten zur Gare stellen. Jeweils nach dreissig Minuten dehnen und falten. Nach Schluss der Gare sollte der Teig um fast das Doppelte aufgegangen sein. Nun eine Kugel formen und mit Schluss nach oben in einem Gärkörbchen während rund 40 Minuten gehen lassen.

Danach den Teig auf den Schieber/das Backpapier stürzen und übers Kreuz einschneiden. Zusätzlich jeweils bei 45° am unteren Rand kleine seitliche Einschnitte machen, um die Spannung etwas zu milden.

Während 40 Minuten von 250° auf 200° fallend unter Dampf backen.

Schnelles Sonntagsbrot

Ob es so gut schmeckt, wie es aussieht, muss sich noch zeigen :-)

Edit: bräuchte wohl etwas mehr Salz, 7.5g sollte reichen.

Anschnitt des Sonntagsbrot

Dünne, splittgrige, knusprige Kruste. Fein gleichmässig geporte Krume mit gutem Aroma und Biss.

Urs | Sonntag 02 März 2014 - 7:27 pm | | default | Ein Kommentar
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Migrationshintergründe

Inspiriert von einem Tweet/Blogbeitrag von @Herr_Natischer.

Migration, von [migrare] (lat.),
in Deutsch mehrdeutig: 
auswandern, wandern, sterben, verändern, transportieren, verletzen, übersiedeln

Ich bin ein CH-Migrant!

Geboren im unteren Limmattal, im Kanton Aargau, habe ich schon in der Lehre zwischen Aargau und Zürich gependelt. Würenlos, AG, Zürich (Seebach) und dann wieder Killwangen (AG). Nach der Lehre wurde ich an die Landesgrenze an den Bodensee gesandt und lernte dort die Bedeutung der Wörter «astig» und «Saft». Anschliessend wurde ich unfreiwillig in den italienischsprachigen Teil der Schweiz migriert und durfte dort dreieinhalb Monate in kratzigen Gewändern die Einheimischen belästigen und ihnen den Platz in ihren Dörfern und Restaurant streitig machen.

Anschliessend verbrachte ich zwei Jahre am schönen Zürichsee, erst noch an der Goldküste! Bis mich mein Arbeitgeber darauf aufmerksam machte, er gedenke meinen Arbeitsplatz aufgrund wirtschaftlicher Zwänge aufzuheben. Ich fand eine neue Wohnung in Zürich Nord und arbeitete in unmittelbarer Umgebung des Flughafens, bis erneut eine betriebliche Umstrukturierung fällig wurde.

Es zog mich zurück in die heimliche Hauptstadt des Aargau, wo ich eine unglaublich schöne Zeit verbrachte. Neben einer Wohnung mit direktem Bahnanschluss, war vor allem das Arbeitsumfeld mit den Kolleginnen und Kollegen sehr toll. Am Mittagstisch war ich meist der einzige (richtige) Aargauer. Andere sprachen Bündnerdeutsch, Rhientalerisch, St. Gallisch, Ürnerisch, Chlettgauisch, Thurgauisch, Soledurnisch, Fricktalerisch, halbwegs Glarnerisch und sogar eine Kollegin aus dem Welschland war dabei. Der Chef des Verkaufs, ein Freiämter, führte mich auf die Spur einer sprachlichen Spezialität meines Vaters. Und die Mitarbeitenden in der Reinigung und Rangier kamen aus Marokko, Italien oder dem Kosovo.

Irgendwie überzeugte mich dann ein Linienverantwortlicher, wieder nach Zürich auszuwandern. Ich liess mich für ein paar Jahre im Westen der grossen Stadt nieder. Das Sprachenwirrwarr der rund 300 Mitarbeitenden an diesem Arbeitsort zu nennen, würde den Umfang des Artikels sprengen.

Der weitere Weg zu einer interessanteren und zukunftsgerichteten Stelle führte mich dann vor 18 Jahren nach Bern. Wirklich integriert bin ich hier leider nicht. Ich verstehe die Sprache der Einheimischen zwar gut, aber man merkt mir meine Herkunft leider immer noch an. 

Aber der ganze Ursli wäre vermutlich vermeidbar gewesen, wenn wir im zweiten Drittel des zwanzigsten Jahrhundert schon eine Mauer um die Schweiz gebaut hätten. Dann wäre meine Mutter als Wirtschaftsflüchtling aus Deutschland nie eingewandert und hätte nie meinen Vater geheiratet. Somit wäre ich inexistent.

Nein, ihr müsst nicht raten, was ich am kommenden Wochenende stimmen werde.

Urs | Sonntag 02 Februar 2014 - 1:33 pm | | default | Ein Kommentar
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Digitale Spuren (1)

Im Moment wird ja allenthalben über die Überwachung diskutiert und berichtet. Einer der Vorteile der NSA/Snowden-Affäre. Ob die «Aufregung» anhält, weiss ich nicht! Leider interessiert das viele Leute nur selektiv, zum Beispiel im Zusammenhang mit einer sowieso im Fokus stehenden grossen Firma.

Als Beispiel dient hier die UPC Cablecom, welche in diesem Sonntagszeitung-Artikel erwähnt wird. Die Firma steht ja als einer der grossen Provider mit in Vergangenheit teilweise schwachem Support unter medialer Beobachtung.

Was tut nun UPC Cablecom?

Sie haben kein Handy-Netz… hmm, so what? Aha, UPC Cablecom möchte der Konkurrenz die Stirne bieten können. Schliesslich geht es ja nicht nur um Internet und Fernsehen, sondern um das Schlagwort «Triple Play». Nur so kommt man in die Stube aller Schweizer (gäll Swisscom). Aber das dritte Standbein, Telefon, ist bei UPC Cablecom noch etwas schwach. Festnetz ist sowieso immer weniger bedeutend und ein eigenes Mobiltelefonnetz aufbauen, liegt nicht drin. Zudem fehlt so etwas wie PWLAN der Swisscom.

Ausweg? Wie kommt man zu einem die Schweiz (grösstenteils) überspannendes Netz, über das man dauerhaft Internet anbieten kann. Das gleichzeitig ev für IP-Telefonie für Mobiltelefone genutzt werden könnte?

Nun der Lösungsansatz von UPC Cablecom tönt noch interessant. Jeder Kundenanschluss (Cable-Router/Modem) mit WiFi wird partitioniert und stellt neben dem privaten Netz des Kunden noch einen Wifi-Accesspoint für vorbeikommende andere UPC Cablecom-Kunden dar.

Was kostet denn so etwas? Sind die Router schon bereit, muss nur eine entsprechende Konfiguration bereit gestellt werden. Zudem muss natürlich genügend Bandbreite gegenüber dem Kunden bereitgestellt werden. Hier machen es sich jedoch die meisten Provider sehr einfach, in dem sie «Best Effort» in die Verträge schreiben. Also darf ruhig mal ein Fremder ein paar MBit/s abzwacken.

Was natürlich auch bereitgestellt werden muss, ist eine Infrastruktur, welche das zentrale Login über alle diese einzelnen privaten WiFi Access-Points ermöglicht. Und selbstverständlich muss das alles irgendwo in Log-Dateien geschrieben werden. Es könnte ja mal ein Staatsanwalt eine Überwachung beantragen, ein Kunde eine Reklamation anbringen etc.

Soweit so gut. Das ist alles mehr oder weniger Fact. Aber jetzt kommt im digitalen Zeitalter und angesichts vieler Leaks eine «mögliche Fortsetzung».

«Big Data»

Irgend ein «innovativer» Mensch könnte sagen: «Schau, da haben wir nun einen riesigen Haufen von Log-Daten. Die Kosten uns Speicherplatz und Geld. Was könnten wir mit diesen Daten machen?» und nach etwas «Brain Storming» würden dann die üblichen (nicht mehr so innovativen) Ideen wie personalisierte Werbung, Verkauf der Daten an Dritte etc. auf Flip-Chart und in Mindmaps landen.

Siehe obigen verlinkten Artikel in der Sonntagszeitung.

Aber was dagegen tun?

Gute Frage… WiFi abschalten. Vielleicht grundsätzlich mal etwas offline (Flugmodus) sein? Gesetzliche Grundlagen dagegen schaffen (möglichst internationale). Damit leben?

Urs | Sonntag 26 Januar 2014 - 10:22 am | | default | Kein Kommentar
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Montag, Heimreise von Pismo

Den Morgen verbrachte ich mit Einpacken und einem kleinen Frühstück im Hotel. 

Mein Mietwagen, abfahrbereit vor dem Kon Tiki Inn

Kurz nach 11 Uhr ging ich auschecken, schenkte den Leuten vom Frontdesk noch eine Tafel «Ovomaltine, noir» und fuhr dann auf dem 101er los gegen El Segundo.

Die Strecke war anfänglich gemütlich, nicht viel Verkehr. Erst kurz vor Los Angeles ging es dann los, wobei der Verkehr flüssig blieb. Etwa 15 Meilen vor dem Ziel konnte ich dann nur mit recht viel Geistesgegenwart eine Kollision mit einem GMC-Truck vermeiden. Der zog ohne zu gucken und zu blinken von rechts gegen mich. Und bemerkte es offenbar nicht mal. Zum Glück hatte ich auf der linken Seite genügend Platz um auszuweichen.

Dann gab ich den Wagen bei Alamo zurück und sass fünf Minuten später bereits im Flughafenshuttle. Das Check-In verlief sehr schnell, ich war der einzige Kunde im Business-Bereich. Danach durch die Security und gleich neben meinem Abfluggate in die Admirals-Lounge. Die sieht zwar grosszügig aus, aber es gibt nur gerade Bretzel und Eiswasser, sowie ein paar Früchte gratis. Das restliche Angebot bezieht man an der Bar, wobei ich zwei Gutscheine für ein Getränk hatte, die ich dann in zwei Glas Samuel Adams umwandelte, während ich diesen und den gestrigen Blogbeitrag schrieb.

Meine Boing 777-300ER steht mE schon unten am Dock. Ich bin gespannt auf den Komfortvergleich zwischen dem Boing 747 der British und meinem AA-Flieger.

Bis später…

Urs | Dienstag 19 November 2013 - 02:17 am | | default | Kein Kommentar

A lazy Sunday in Pismo Beach (again…)

Ich weiss gar nicht, ob ich vom gestrigen Abend und dem Steak erzählen soll. Dank Thomas' Geburtstagsgeschenk für mich kostenlos :-) Natürlich im F. McLintocks. Ich nahm den Wagen, da es nach dem Eindunkeln sehr kühl und windig wurde. Ich konnte sofort Platz nehmen und wollte diesmal etwas Neues ausprobieren.

Heraus gekommen ist ein «Baseball Top Sirloin», keine Ahnung, wie die auf den Namen kommen. Ist offenbar das erste Stück vom Top Sirloin und sei sehr schmackhaft (und logischerweise selten). Dazu gab es frisches Gemüse und wie üblich auch Bratkartoffeln, Bohnen und, und, und. Viel zu viel, logischerweise. Aber das Steak war lecker und mit 16 Unzen bzw. 450g auch grad noch vertilgbar.

Baseball Top Sirloin im F. McLintocks

Den Sonntag startete ich dann eher langsam, erst gegen Mittag machte ich mich zu einem Strandspaziergang auf und ging in Badehosen und Kurzarmhemd zum Pier.

Hier ein Selbstportrait ;-)

Selbstportrait des Autors
 

Das schöne Wetter und der blaue Himmel auf den Photos täuschen ein wenig, der kühle Wind machte das Erlebnis etwas «zugig».

Blick über den Strand zum Pier von Pismo Beach
Strandszene mit Möwen

Im Dorf unten schaute ich mir ein wenig die Auslagen an, kaufte einen Kalender für Kollegin R. und besichtigte ein weiteres Mal den sehr gut mit Bier bestückten Liquor-Store. Da ich von Kollega Thomas noch genügend US-Bier habe, habe ich es beim Schmökern belassen.

Ich machte mich mit dem Einkauf auf den Heimweg und ging dann noch schnell beim gleich neben meinem Raum liegenden Restaurant «Steamers of Pismo» einen Platz für 19 Uhr reservieren.

Nachher gab es ein paar Runden im Pool und dann auch ein wenig «Kochtopf» (Hot Tub / Spa).

Der Sonnenuntergang war dann am Sonntag viel weniger von der Wolkenwand auf dem Meer draussen verdeckt.

Das Kon Tiki Inn beim Beginn des Sonnenuntergangs

Diesmal hatte ich sowohl iPhone als auch die Nikon draussen, wobei bei der üblichen Auflösung im Blog findet man das wohl auf Anhieb nicht mal raus.

Mit einem richtigen Zoom wäre es wohl auch einfacher gewesen, das Karnickel zu fotografieren. Die roten Augen des Killer-Bunny habe ich entfernt.

Kaninchen, die in den Sträuchern um das Hotel leben.
Sonnenuntergang in Pismo Beach

Und noch ein paar Bilder mehr, um Euch zu langweilen :-)

Ein weiterer Sonnenuntergang über Pismo Beach
Obligater Ausschnitt mit drei Palmen und Vögeln (bitte klicken um zu zoomen)

Danach ging ich hinüber zum Steamers und liess es mir gutgehen. Eine kleine Schale Clam Chowder, dann den Special des Tages, Wahoo in einem dünnen Tempura-Teig mit viel frischem Gemüse und gebratenem Reis. Dazu gönnte ich mir ein Glas Pinot Gris aus der Region. Für einen Dessert reichte es definitiv nicht mehr, auch weil es im Steamers recht gutes, knuspriges Brot als Beilage zum Essen gibt.

Special des Tages im Steamers, ein Wahoo

Urs | Dienstag 19 November 2013 - 01:36 am | | default | Kein Kommentar
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Samstag, on my way to the coast

Der Wecker ging schon früh, allerdings war ich ja auch am Vorabend früh in die Federn. Die Sonne schien über dem kühlen Tehachapi. Es war nachts wohl etwas bedeckt gewesen und deshalb war das Thermometer nicht unter Null Grad gefallen.

Ein diesiger Morgen in Tehachapi

Nach ein wenig herumtwittern ging ich dann in den Frühstücksraum, wo mich ein reichhaltiges Angebot empfing. Neben passablem Kaffee und Fruchtsäften, hatte es Rührei, Speck, Würstchen, Bagel und Creamcheese. So spart man sich bei der Übernachtung im Holiday Inn gleich noch die 15-20$, die man sonst im Restaurant liegen lässt. Dann gutem WiFi und der Swisscom iO - App telefonierte ich dann noch kostenlos mit meinem Herrn Papa zu Hause. Er schätzt das immer sehr, wenn er weiss, wie es uns so geht.

Frühstück im Hotel, Bagel mit Creamcheese

Dann tankte ich den Wagen an der Tankstelle vis-à-vis auf und fuhr los auf dem Highway 58 gen Westen. Die Strecke Tehachapi – Pismo Beach via den 58er kenne ich ja in beiden Richtungen fast auswendig, deshalb hatte ich mich dieses Mal entschlossen, den etwas kürzeren Weg über den Highway 223/166 südlich zu nehmen. 

Diese Strecke war auch ganz schön, etwas weniger enge, gewundene Strassen wie der westlichste Teil des 58er und so kam ich zügig vorwärts. Anfangs fährt man durch die stark landwirtschaftlich genutzte Ebene des San Joaquin Tals, wo überall Orangenhaine und Apfelbäume stehen, Gemüse, Wein oder auch Baumwolle angebaut wird.

Weinanbau im San Joaquin Valley

In New Cuyama machte ich kurz Pause, vertrat mir ein wenig die Füsse und kaufte in der Tankstelle ein Getränk, ein Cookie und ein Minipack Bretzel.

Blick auf die Umgebung in New Cuyama

Solcherart gestärkt, fuhr ich dann weiter auf dem Highway 166 bis ich in Santa Maria auf dem 101er einbog. Von hier war es dann ein Katzensprung bis ich kurz vor zwei Uhr bereits vor der Lobby des Kon Tiki Inn stand.

Die Lobby des Kon Tiki Inn in Pismo Beach

Für mich ist das immer ein wenig wie «nach Hause kommen» hier. Keine Ahnung, weshalb ich mich so fühle. Das Zimmer war noch nicht ganz ready und so setzte ich mich ein wenig an die Sonne, schaute über den fast menschenleeren Strand und hörte dem Rauschen des Meeres zu.

Pool des Kon Tiki Inn
Blick über den fast menschenleeren Strand und das Pier von Pismo Beach

Nachher wurde mir das äusserste Zimmer 101 zugeteilt und ich konnte es mir nicht nehmen, nach der Reservation des Platzes für das Nachtessen, gleich in den Pool zu hüpfen. Er war zwar kühl, aber war man mal drinnen und von der frischen Brise geschützt, liess es sich gut aushalten.

Nach einer Dreiviertelstunde schwimmen und treiben lassen, bei welchem mir immer die Erinnerungen an die Ferien 2011 in Neuseeland hochkommen, huschte ich durch den kühlen Wind zurück zum Zimmer und nachdem ich mich notdürftig abgetrocknet hatte, konnte ich noch ein wenig die Sonne auf dem Sitzplatz geniessen.

Irgendwann nach 16 Uhr begann die Sonne langsam gegen die Wolkenwand im Meer draussen zu sinken. Es gab nette Effekte, die ich versuchte auf Bild zu bannen.

Das Hotel im letzten Abendlicht
Die Sonne sinkt hinter die Wolkenwand über dem Meer
Letzte Sonnenstrahlen hinter dem Wolkenband

Nun gehe ich mit dem Wagen ins F. McLintocks und genehmige mir ein gutes Steak. Die Variante hin- und zurücklaufen ist mir deutlich zu kühl. Dafür gibt es halt auch kein Alkohol oder höchstens ein Bier.

Urs | Sonntag 17 November 2013 - 03:03 am | | default | Kein Kommentar
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