Samstag, on my way to the coast

Der Wecker ging schon früh, allerdings war ich ja auch am Vorabend früh in die Federn. Die Sonne schien über dem kühlen Tehachapi. Es war nachts wohl etwas bedeckt gewesen und deshalb war das Thermometer nicht unter Null Grad gefallen.

Ein diesiger Morgen in Tehachapi

Nach ein wenig herumtwittern ging ich dann in den Frühstücksraum, wo mich ein reichhaltiges Angebot empfing. Neben passablem Kaffee und Fruchtsäften, hatte es Rührei, Speck, Würstchen, Bagel und Creamcheese. So spart man sich bei der Übernachtung im Holiday Inn gleich noch die 15-20$, die man sonst im Restaurant liegen lässt. Dann gutem WiFi und der Swisscom iO - App telefonierte ich dann noch kostenlos mit meinem Herrn Papa zu Hause. Er schätzt das immer sehr, wenn er weiss, wie es uns so geht.

Frühstück im Hotel, Bagel mit Creamcheese

Dann tankte ich den Wagen an der Tankstelle vis-à-vis auf und fuhr los auf dem Highway 58 gen Westen. Die Strecke Tehachapi – Pismo Beach via den 58er kenne ich ja in beiden Richtungen fast auswendig, deshalb hatte ich mich dieses Mal entschlossen, den etwas kürzeren Weg über den Highway 223/166 südlich zu nehmen. 

Diese Strecke war auch ganz schön, etwas weniger enge, gewundene Strassen wie der westlichste Teil des 58er und so kam ich zügig vorwärts. Anfangs fährt man durch die stark landwirtschaftlich genutzte Ebene des San Joaquin Tals, wo überall Orangenhaine und Apfelbäume stehen, Gemüse, Wein oder auch Baumwolle angebaut wird.

Weinanbau im San Joaquin Valley

In New Cuyama machte ich kurz Pause, vertrat mir ein wenig die Füsse und kaufte in der Tankstelle ein Getränk, ein Cookie und ein Minipack Bretzel.

Blick auf die Umgebung in New Cuyama

Solcherart gestärkt, fuhr ich dann weiter auf dem Highway 166 bis ich in Santa Maria auf dem 101er einbog. Von hier war es dann ein Katzensprung bis ich kurz vor zwei Uhr bereits vor der Lobby des Kon Tiki Inn stand.

Die Lobby des Kon Tiki Inn in Pismo Beach

Für mich ist das immer ein wenig wie «nach Hause kommen» hier. Keine Ahnung, weshalb ich mich so fühle. Das Zimmer war noch nicht ganz ready und so setzte ich mich ein wenig an die Sonne, schaute über den fast menschenleeren Strand und hörte dem Rauschen des Meeres zu.

Pool des Kon Tiki Inn
Blick über den fast menschenleeren Strand und das Pier von Pismo Beach

Nachher wurde mir das äusserste Zimmer 101 zugeteilt und ich konnte es mir nicht nehmen, nach der Reservation des Platzes für das Nachtessen, gleich in den Pool zu hüpfen. Er war zwar kühl, aber war man mal drinnen und von der frischen Brise geschützt, liess es sich gut aushalten.

Nach einer Dreiviertelstunde schwimmen und treiben lassen, bei welchem mir immer die Erinnerungen an die Ferien 2011 in Neuseeland hochkommen, huschte ich durch den kühlen Wind zurück zum Zimmer und nachdem ich mich notdürftig abgetrocknet hatte, konnte ich noch ein wenig die Sonne auf dem Sitzplatz geniessen.

Irgendwann nach 16 Uhr begann die Sonne langsam gegen die Wolkenwand im Meer draussen zu sinken. Es gab nette Effekte, die ich versuchte auf Bild zu bannen.

Das Hotel im letzten Abendlicht
Die Sonne sinkt hinter die Wolkenwand über dem Meer
Letzte Sonnenstrahlen hinter dem Wolkenband

Nun gehe ich mit dem Wagen ins F. McLintocks und genehmige mir ein gutes Steak. Die Variante hin- und zurücklaufen ist mir deutlich zu kühl. Dafür gibt es halt auch kein Alkohol oder höchstens ein Bier.

Urs | Sonntag 17 November 2013 - 03:03 am | | default | Kein Kommentar
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Der Freitag nach der Amazon re:Invent

Nach der Messe kommt ja bekanntlich der Ferienteil, also der kürzere Teil der Abwesenheit…

Am Donnerstag-Abend hatte ich noch kurz mal 20$ in einen Automaten werfen wollen, es wurden dann aber etwas mehr. Zum Glück spieh dann der letzte Automat, den ich ausprobierte, nach kurzer Zeit doch noch einen grösseren Gewinn mit mehreren Sonderspielen und viel Geblinke aus. Somit war ich rein Netto doch etwas im Plus. Das Bild darf nicht verwirren, es handelte sich leider nur um Cents, nicht Dollar…

Gewinnanzeige am Geldspielautomat

Am Freitagmorgen begrüsste mich Las Vegas mit viel Sonne und strahlend blauem Himmel.

Das Flamingo in Las Vegas in der Morgensonne

Anschliessend ging es zum letzten Mal ins Venetian zur Amazon re:Invent.

Nach der letzten Session um 12:20 Uhr ging ich mir noch kurz ein Lunchpaket und eine Büchse Sprite holen. Sprite, weil die Büchen nicht gekühlt sind – dafür gibt es ja Eiswürfel – und ein Sprite kann man auch lauwarm trinken, eine Cola nicht.

Danach ging ich schnurstracks zum Valet-Parking ins Flamingo, wo ich kurz vor 13 Uhr mein Gepäck und meinen Wagen abholen konnte. Ich fuhr ein paar Meter bis vor einen Krämerladen und installierte Kollege Thomas' TomTom. Ich hätte es nicht wirklich gebraucht für diesen Trip, aber schadet ja nicht, wenn man da etwas wohlwollende Fahrtunterstützung hat.

Ich kam recht schnell aus Las Vegas raus, da es noch nicht wirklich viel Verkehr hatte. Unterwegs verzehrte ich dann das Sandwich aus dem Lunchpaket. Der Apfel war leider ungeniessbar (mehlig mit bitterer Schale). 

Unterwegs machte ich nur wenig Pausen, kurz mal Austreten oder für ein Photo anhalten und twittern.

Toilettenhalt an der Raststätte Valley Wells

Ich fuhr dann genau dem Sonnenuntergang entgegen und hörte dazu Musik aus dem iPhone über die Lautsprecher der Autostereoanlage (praktisch, lädt via USB gleichzeitig das iPhone).

Dem Sonnenuntergang entgegen auf dem Highway 58

Mein Etappenziel, Tehachapi, erreichte ich nach Sonnenuntergang. Es war schon recht frisch und windig. Nachdem ich mein Gepäck ins Zimmer gebracht hatte, ging ich zu Fuss rüber zum Denny's. Der Kapuzenpulli von der re:Invent hielt mich einigermassen warm, obwohl ich mir etwas albern damit vorkam.

Um mich ein wenig aufzuwärmen, genehmigte ich mir eine Tasse New England Clam Chowder, bevor ich mich hinter das Prime Rib Philly Melt Sandwich machte. Das Sandwich war eigentlich ganz gut, Fleischstückchen mit Zwiebeln und Käse überbacken, dazu nahm ich Rösti anstelle Pommes, aber schlussendlich war es mit der Suppe doch mehr als ausreichend.

Eine Tasse New England Clam Chowder im Denny's

Danach huschte ich schnell zurück zum Hotel, wo ich noch etwas fern sah. Das gelegentliche Hornen der Güterzüge begleitete mich in den Schlaf.

Urs | Sonntag 17 November 2013 - 02:21 am | | default | Kein Kommentar
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Review auf die Amazon re:Invent 2013

Zwar ist die Messe noch nicht ganz vorbei, der Freitag steht noch vor der Türe. Aber viel ändern wird sich morgen nichts. Es gibt noch drei Vorträge und dann kurz nach dem Mittag zische ich ab mit dem Wagen nach Tehachapi.

Was gibt es nun zu berichten? Darf ich mit den bisher besuchten drei VMworlds vergleichen? Wohl nicht ganz. VMware's VMworld ist deutlich älter und erfahrener. Die re:Invent ist erst die zweite Messe, welche Amazon ausrichtet und ich empfinde sie im grossen Ganzen gesehen als recht gelungen.

Von A-Z:

  • Anmeldung
    Als ich am Dienstag tagsüber eintrudelte, war die Stimmung entspannt. Es gab genügend Stellen und es wurde gut eingewiesen. Am Schalter gab man Name/Vorname in den Computer ein und zeigte den Leuten eine ID. Vielleicht wäre es schwieriger gewesen, wenn ich Henry Miller hiesse oder Michael Wong. Danach erhielt ich einen Badge mit 3D Barcode. Dieser gilt als Eintritt für die allgemeinen Sessions oder zum Essen.
  • Anwendung
    Amazon stellte eine App für iOS (und auch Android) bereit. Sie ist etwas spröde und lief nicht gerade performant (im Vergleich zur VMworld WebApp). Teilweise musste man mehrfach mit dem Finger üben, bis die Befehle angenommen wurden. Sonst zeigte sich mir die gebuchten Tracks und ein paar News an. Mehr brauchte ich nicht.
  • Ausrüstung
    An der VMworld wird man jeweils beim Anmelden mit einem Rucksack, T-Shirt, Wasserflasche und Info-/Schreibmaterial ausgerüstet. An der re:Invent gab es ein Hoodie, zudem natürlich nicht mehr in meiner Grösse. 
  • Aussteller
    Natürlich gab es auch einen Saal, wo die verschiedenen Partner und Aussteller ihre Stände hatten. Ich besuchte diesen nur an der Welcome Party und dann ist er natürlich völlig überlaufen und an den Ständen herrscht mehr ein Gedränge als dass man an Informationen kommt. Das Öko-System rund um die AWS ist auch nicht so gross, wie zB an der VMworld. Dort hat es logischerweise auch immer Stände von Hardware-Herstellern, so was braucht es bei der re:Invent natürlich nicht! 
  • Bewegung
    Dadurch, dass ich rund 15 Minuten vom Flamingo bis zum Venetian habe und auch zwischen den Sessions immer wieder der Saal oder das Stockwerk gewechselt wird, habe ich etwa gleich viele Schritte wie zu Hause gemacht (meint Moves). 
  • Essen
    Das Frühstück habe ich bisher immer verpasst, weil es nur bis 08:30 Uhr ausgegeben wird.
    Mittagessen gibt es im grossen Saal im Untergeschoss, wo rund 5-6000 Leute reinpassen (!). Die Massen werden jeweils in Abschnitte à 50 Leute dirigiert, wo man sich an einem langen Tisch bedienen konnte. Das Essen war eigentlich anständig. Es gab eine gute Salat- und Gemüseauswahl, Fleisch (Rind und Geflügel) sowie Beilagen (Pasta, Brot, Reis) und auch kleine Desserts. Auf den Tischen gab es Wasser und Eistee (ohne Teegeschmack…) sowie alle paar Tische auch noch einen Stand mit Softdrinks. 
  • Feedbacks
    Nach dem Einscannen des 3D-Code beim Eingang hatte man in der App sofort die Möglichkeit, Feedback zu den Breakout-Sessions zu geben. Der war auch recht kurz und einfach abzugeben. Ein Kommentarfeld stand zur Verfügung. 
  • Give-Aways 
    Darf natürlich nicht fehlen… Nach 5 Feedbacks bekam ich eine Mail, dass ich ein Give-Aways gewonnen hätte. Es stellte sich aber als billige AWS - Kappe heraus. Die liess ich gerne liegen. Ein ziemlicher Downer. Ein 5$ Gutschein für die AWS-Nutzung wäre mehr gewesen.
  • Grösse
    Ich habe keine Zahlen gesehen, aber ziemlich sicher sind es deutlich weniger als an einer VMworld. Aber immer noch genug, dass es zwischendurch mal einen Stau am Ende der Rolltreppe gibt. 
  • Hands-On Lab
    So etwas wie die Hands-On Labs bei der VMworld suchte man leider auch vergeblich. Dort konnte man alle Produkte mal kostenlos ausprobieren und Szenarien durchspielen.
  • Keynotes
    Am Mittwoch und Donnerstag gab es Keynotes um 09:00 Uhr. Sie waren ein guter Mix der Amazon-Leute mit Kunden, welche ihre auf der AWS aufbauenden Lösungen beschreiben konnten.
  • Klima
    Gut, das ist nicht Amazons Schuld, aber die Hallen der Location in Las Vegas sind natürlich alle tiefgekühlt und zugig. Eine Jacke und möglichst ein leichter Schal für Empfindliche sind angebracht. 
  • Location
    Das Hotel Venetian in Las Vegas mit dem angehängten Sands Expo Center sind gut gelegen am Strip. Platz hat es genug, die Räume sind teilweise sehr hoch. Die Leute von der Organisation sind Profis, überall wird man eingewiesen oder kann fragen. Das Equipment (Sound, Video, Mikros) ist hochwertig und wird professionell bedient.  Wermutstropfen sind das fehlende Tageslicht, das Klima (s.o.) und dass man nur durch das etwas verrauchte Casino hineinspazieren muss.  
  • Party
    Die re:Invent Party findet am Donnerstag statt (die App hatte mal einen Tilt und zeigte kurz den Mittwoch an). Ich bin zu müde, um hinzugehen. Daher kein Vergleich mit der VMworld, die Location in San Francisco wäre aber auch auch sehr unfair (dort in den Gärten des Moscone Center). 
  • Preis
    Die re:Invent hat 1'299.00 US Dollar gekostet. Leicht teurer als die VMworld. Zudem kürzer, da der Dienstag ganz den Partner bzw. den Zertifikationen oder Hackathons reserviert ist (welche natürlich zus. kosten). 
  • Qualität
    Die einzelnen Breakout-Sessions waren angemessen informativ. Ich habe mich auf Entry-Level-Vorträge (100 und 200) beschränkt, da ich Angst hatte, in Entwickler-Sessions zu geraten, denen ich nicht folgen könnte. Wie auch an der VMware, sollte man bei Sessions, welche von Herstellern (zB Intel, NetApp) geführt werden, eher vorsichtig sein, da dort teilweise Marketing durchscheint. Was mir fehlte, waren Sessions, die von Firmen geführt wurden, die die AWS konkret für Anwendungen einsetzen und was sie daraus gelernt haben. Die gab es zwar in der Keynote, aber dort auf recht allgemeinem Niveau. 
  • Sessions (Breakout)
    Hier wird man beim Eintritt gescann, ob man sich angemeldet hat. Die Session-Belegung war eher mittel, so dass man sich relativ gut platzieren konnte. An den VMworld-Sessions war es idR so stark belegt, dass wirkliche alle Sitze besetzt waren. Die Sessel sind dabei eher eng bestuhlt, was bei der durchschnittlichen Hintern- und Schulterbreite recht mühsam ist.
  • Shop
    Habe ich keinen gefunden. An der VMworld gab es jeweils einen kleinen Company-Store, welcher Bücher, T-Shirts und allerlei Computer-Plunder verkaufte. 
  • Specials
    An der VMworld gab es jeweils immer ein Morning-Special mit irgendwelchen Trend- und Zukunftsthemen. So ein Highlight gibt es an der re:Invent leider nicht. 
  • Zwischenverpflegung
    Am Nachmittag (ca 15 Uhr) wurde jeweils ein Snack gereicht. Das waren Popcorn, Cookies, Brownies, aber auch Früchte. Dazu gab es ganztägig Softdrinks, Kaffee/Tee und und überall Wasserstationen.

Die Keynotes sind zurzeit über die Homepage verfügbar und liegen auf Youtube.

Gehe ich nochmals an eine re:Invent? Wohl eher nicht, das Preis-/Leistungsverhältnis dünkt mich insgesamt noch etwas unausgewogen.

Habe ich etwas mitgenommen? Sicher ja, es ist schon eine imposante Geschichte, die Amazon da aufgebaut hat und man sieht auch gut, wie Startups in der Internet-Branche erst mit einer AWS überhaupt so schnell und einfach ins Geschäft kommen konnten. Verschiedene Angebote (Storage-Gateway, Glacier als Archiv, VPC, AWS Direct Connect) muss ich privat wie auch geschäftlich nochmals überprüfen/überdenken und ich bin sicher, dass es genügend Chancen mit der AWS gibt.

Bildergalerie:

Typischer Saal für Breakout-Sessions
Das Equipment in den Sessions
Ein Ausschnitt des gigantischen Esssaals
Nach dem Mittagessen, vor der Türe das Wynn-Hotel
Ein Screenshot der App
Ein Cap, das lausige Give-Away

Urs | Freitag 15 November 2013 - 03:16 am | | default | Zwei Kommentare
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Dienstag, 12. Nov., erster Tag er:Invent

Der Artikel erscheint ohne Bilder, da ich ihn in Chrome auf dem iPad tippe.
Nach der ersten, unruhigen Nacht ging es los mit dem Einkauf eines iPad Air. Noch zu Hause hiess es, dass ein Wunschgerät (schwarz/silber, 64GB, AT&T) gleich vis-à-vis meinem Hotel im Apple Shop vorrätig sei. Ich buchte es dann aber erst am Montag-Abend und musste nun feststellen, dass ich es in der The Fashion Mall holen müsse. Das ergab dann gleich einen rechten Spaziergang.
Daher hatte ich mir bei der Rückkehr auch ein Frühstück bei Denny’s verdient :)

Ich ging mich noch bei der AWS re:Invent in der Sands Expo im Venetian registrieren und verbrachte den Rest des Nachmittags damit, das iPad mit einem Account bei AT&T in Betrieb zu nehmen.

Rechtzeitig zur Welcome Party ging ich nochmals ins Venetian. Es war – wie üblich – sehr voller Leute. Die Stände diverser Hersteller hatten nicht so viel zu bieten. Dafür war das Essen recht reichhaltig und bei den Getränken hatte es nicht nur 0815, sondern auch Samuel Adams und Newcastle Brown.

Nach etwa einer Stunde hatte ich es gesehen, war satt und das Bier begann zu wirken. Also machte ich mich auf den Heimweg ins Flamingo und Moves meldete etwas mehr als 10’000 Schritte Tagestotal.

Danach hatte mich der Jetlag fest im Griff und ich machte bereits kurz nach 21:00 Uhr Lichterlöschen. 

Urs | Mittwoch 13 November 2013 - 11:55 pm | | default | Kein Kommentar
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London mühsam :-o

Kurzer Blogbeitrag :-o

In London zu früh angekommen (rund 15 Minuten) und dann zuerst 10 Minuten gewartet, bis jemand den Ausstieg bereit gemacht hatte.

Danach mit fast leerem Pendelzug zuerst zum B-Terminal gefahren, weil der Flug nach Las Vegas von dort abhebt. Grosser Fehler! Zuerst zum Hauptterminal, durch die Security. Fasttrack geht sehr schnell mit dem iPhone und Passbook. Jedoch reicht die CH-ID diesmal nicht. Die Amis wollen schliesslich eine Passnummer sehen bei der Einreise. Weiter zur Security und dann Boiiing… Schnell durch den Scanner und dann ist der Rest hängen geblieben. Zwei Männer vor mir hatten ihr ganzes Badezimmer mitgenommen. Jedes «Tüübli» musste separat vom Sprengstoffscanner beschnüffelt werden, mindestens kam es mir so vor. Da einer der Typen sowieso noch den halben Hausrat in der Reisetasche hatte, dauerte das aus-/umpacken schon mindestens 10 Minuten.

Bei mir hat dann offenbar der Deoroller und der 10cl Zerstäuber mit dem Brillenreinigungsmittel angeschlagen. In Zukunft in LHR also alles, was irgendwie flüssig sein konnte, wirklich aus der Tasche nehmen und in ein Plastiksäckchen tun. Wieder was gelernt.

Nun endlich in der Lounge, aber nur für kurze Zeit, in 30 Minuten soll es mit BA 275 weiter gehen.

Netzwerk aus bis dort…

Urs | Montag 11 November 2013 - 4:12 pm | | default | Zwei Kommentare
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Mal was Neues?

OMG, der letzte Beitrag ist doch tatsächlich aus dem August 2013!

Eigentlich hätte ich ja noch ein wenig über die Herbstferien mit Schwester, Schwager, den Nichten und dem Neffen in Rueras berichten können! Aber eben, der Alltag frisst nicht nur die Zeit, manchmal auch ein wenig von der Seele.

Aber ich sitze nun bereits hier in der «oneworld-Lounge» im Flughafen Zürich und schlürfe ein Süppchen, während unter mir die Leute vor der Security zirkulieren. Gemütlich, kein Stress in Sicht wie während der Ferienzeit.

Hinter mir steht ein erträgliches (ausser dem Wetter) Wochenende mit Aufarbeiten des Wäschebergs und langem Überlegen, was ich mitnehmen soll. Das Brot, welches ich gestern noch Backen musste (der Sauerteig will ja immer wieder gefüttert werden), hat leider keinen Abnehmer gefunden. 

Bei der Security habe ich den Gürtel vergessen und natürlich hat dann die Maschine angeschlagen. Ich habe erfahren, dass anscheinend auch Metall in den Schuhen sei. Naja, wird so sein.

Vor mir liegt ein langer Tag! Nächtste Etappe ist dann London, wo ich dank Fasttrack hoffentlich schnell durchkomme und dort in der hoffentlich besser ausgestatteten Lounge von BA mein erstes Ginger Ale trinken kann. Der Transatlantikflug dauert (hoffentlich) nur gerade 10.5 Stunden und der Abend in Las Vegas soll angenehm warm werden.

Ob ich wirklich vor dem Schlafengehen noch ein iPad Air mit US LTE von AT & T im Apple Shop in den Forum Shops vis-à-vis dem Flamingo holen gehe, weiss ich noch nicht.

Ich bin gespannt, wie die «Amazon re:Invent 2013» wird. Bisher war ich ja nur an mehreren VMworld-Anlässen. Mindestens die Vorbereitung (Vortragskalender/buchung) war bei VMWare deutlich professioneller. Vielleicht ändert es sich ja bei den Vorträgen.

Und eigentlich ist es schon ein wenig der «schiere Wahnsinn», weil in einer Woche um die selbe Uhrzeit, fahre ich wohl bereits wieder in Richtung Flughafen für den Rückflug :-o

Urs | Montag 11 November 2013 - 11:50 am | | default | Ein Kommentar
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AA Promotion

This Blogpost will be in english - or kind of english :-)

Some days ago, I received an e-mail from American Airline through my friend Thomas. They announce a promotion for 30'000 extra miles on AAdvantage for any flight Europe to U.S. from begin of September until December 19th while travelling in business class or higher.

This did sound quite exciting and I started making plans for vacations. My first idea was to visit Hawai'i over Christmas and New Year. But it seems, the promotion is only valid for trips  that are completed until December 19th. While I was a bit unsure about the excact conditions, I tried to reach American Airlines or AAdvantage.

First, this looked easy. I am following American Airlines on Twitter. So I tweeted my question and AA were repeating fast. But they couldn't answer my questions and referred to their customer service number 800 882 8880.

I also tried to ask/complain through their online form on the web. But they sent me back to the same phone number.

I know, that American Airlines has a local (Swiiss) phone number (+41) (0)848 000 730. But there is a small issue with this number. First, the local (German) language support is only limited (Business Hours) and second, the phone number is not free. On a landline, it is a small fee of 0.08 CHF (6.7 cents US) per minute, which seems affordable. But on my mobile phone plan (which includes free calls to whole Switzerland) this premium rate number will be charged with 0.30 CHF (0.25 $ US) per minute. Since calls are charged from the first minute - also in the queue - this is more a ripp off than a premium number. To be honest, this is a problem of Swisscom, not American Airlines. But any chat or mail contact would be easier to use.

Urs | Freitag 23 August 2013 - 10:52 pm | | default | Kein Kommentar
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Ursli's Backstube, Lehrblätz Nr 18, Backen im Sommer

Ich gebe es zu, im kühlen Winter macht es deutlich mehr Spass in der Küche mit Teig und am Ofen zu arbeiten. Bei den aktuellen Temperaturen von mehr als 30° draussen und drinnen auch eher zwischen 25 und 30° (Wohnung unter dem Dach) ist es doch etwas mühsam.

Mein Respekt gilt allen Bäckern und Bäckerinnen!
(Und natürlich auch den Strassenbauern, Stahlkochern und anderen Hochtemperatur-Berufe)

Aber mein Sauerteig will dauernde Pflege. Dem Trocknen zur Haltbarkeit traue ich nach meinen letzten Experimenten nicht wirklich. Nun könnte man einfach den Sauerteig auffüttern und dann die überzählige Menge wegwerfen, aber das geht mir dann doch zu sehr gegen den Strich.

Also habe ich gestern mal wieder ein Mill Loaf nach Dan Lepard und Lutz' Plötzblog gebacken. Mit einer leicht modifizierten Rezeptur.

Den Weizen-Sauerteig habe ich während 8 Stunden über Nacht und dann tagsüber 8 und 5 Stunden im kühlen (kalten) Wasserbad aufgefüttert. Danach hatte ich keine Lust zu backen und ihn mal für einen halben Tag in den Kühlschrank gestellt. Anschliessend habe ich mich aufgerafft.

Rezept:

  • 253g Weizensauerteig (temperiert)
  • 12.3g Salz
  • 3.2g Backmalz
  • 300g Weizenmehl hell
  • 50g Weizenvollkornmehl
  • 150g Dinkelvollkornmehl
  • 275g Wasser

Das ganze homogen vermengen. Da es sehr warm war, habe ich den Teig in einer Kunststoffform im kalten Wasser gelagert und dann wie vorgesehen gefaltet (nach 10, 20, 30, 60 und 120 Minuten). Danach kurz rundgewirkt und entspannen lassen.

Anschliessend zu einem langen Laib geformt und im mit Weizenvollkornmehl bemehlten Gärkorb 90 Minuten im Kühlschrank zur Gare gestellt.

Nach 30 Minuten Gare habe ich begonnen den Ofen vorzuheizen. Nach den 90 Minuten Gare habe ich den Teig aus dem Kühlschrank genommen und temperieren lassen. 

Nach weiteren 30 Minuten wurde der Teigling aus dem Gärkörbchen auf Backpapier auf den Schieber gestürzt und eingeschnitten. Dann sofort in den bedampften, 250° heissen Backofen eingeschossen.

Der Teigling ging zuerst recht stark in die Breite. Aber nach rund 20 Minuten war er ordentlich hochgegangen. Insgesamt 45 Minuten von 250 auf 200° fallend gebacken, kam dann dieses Brot aus dem Ofen.

Mill Loaf nach Dan Lepard, frisch gebacken
Anschnitt des Mill Loaf

Zum Glück hatte es dann um fast 0:30 Uhr ein laues Lüftchen, so dass das Brot während der Nacht auskühlen konnte. Es schmeckt herzhaft knusprig, vom Dinkel leicht nussig und die Säure ist fast nicht spürbar.

Urs | Sonntag 04 August 2013 - 12:16 pm | | default | Ein Kommentar
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What really grinds my gear

Bitte keine Vermutungen, sicher keine einseitigen

Sonntag, Backtag, heisser Tag = ich reg mich doch gerne etwas auf. Einfach so…

Die Zora Debrunner retweetete einen Beitrag von einem Hans Peter Rubi, den ich überhaupt nicht kenne. Er twitterte diesen Beitrag in 20Minuten. Schlagzeile: «Frau sexuell belästigt und niedergeprügelt».

Die Zora springt auf solche Beiträge (Frauen, Sexismus, Gewalt) immer an, das ist ja auch ihr gutes Recht.

Was mich am Tweet von HP Rubi aber ärgerte, war seine Unterstellung, der Chauffeur hätte das mitbekommen.

Tweet von Hans Peter Rubi

Nach ein paar hin- und her, bei dem ich nicht wirklich durchkam, kam mir die Galle etwas hoch und jetzt schreibe ich diesen Blog-Beitrag.

Tun wir doch einfach mal allen Unrecht

Alles freie Erfindung!

Unterstellung an den Chauffeur

Der Chauffeur hat gesehen, wie der junge Mann die Frau anmachte und begrapschte. Aber er fand, er kriege ja sowieso nur einen miesen Lohn. Der junge Mann wirkte besoffen und agressiv, wieso sollte er da also eingreifen und selbst auf die Fresse kriegen. Also guckte er stur nach vorne und fuhr den Bus einfach weiter.

Unterstellung an den Angreifer

Der Angreifer war sturzbetrunken. Den ganzen Abend und die halbe Nacht hatte er in den Discos durchgemacht und alle Frauen angebaggert. Die meisten hatten ihn abgewiesen, ein paar hatten kurz geflirtet und ihn ganz heiss gemacht, bevor sie ihn hocken liessen. Auf dem Heimweg im Bus sass diese Frau vis-à-vis hin. Die sah ganz gut aus und er wusste, die kriegt er rum. Er machte ein paar flotte Sprüche und begrapschte sie. Sie versuchte ihn abzuwehren und stieg bei der nächsten Haltestelle aus. Er folgte ihr und nur weil sie ihn nicht ranliess und es ihm Spass machte, verprügelte er sie. Als sie am Boden lag, ging er nach Hause und legte sich schlafen.

Unterstellung an das Opfer

Es war ein netter Abend gewesen. Sie hatte sich in Luzern im Ausgang gut amüsiert und getanzt. Es war heiss und sie hatte ein paar Drinks gehabt. Jetzt sass sie etwas beduselt im Bus und wollte nur nach Hause. Da setzte sich dieser besoffene Typ neben sie und begann sie sogleich anzumachen. Er hatte eine Fahne und rutschte langsam näher. Die Sprüche waren sowas von lahm und das sagte sie ihm auch. Als er ihr an die Schenkel fasste, gab sie ihm einen Stoss, rutschte weg und bezeichnete ihn als «Arschloch». Endlich hielt der Bus in Horw und sie konnte aussteigen. Als sie in der Türe stand, bezeichnete sie den Typen als «blöden, besoffenen Jugo-Wixer, der sich ins Knie ficken solle». Darauf hin stand er auf, ging ihr hinterher und verprügelte sie.

Und was sind jetzt die Facts?

Wir wissen es einfach nicht. Der Beitrag im journalistischen Qualitätserzeugnis 20Minuten ist so etwas von dünn und das Geschehen ist noch recht neu. Die Polizei sucht noch Zeugen.

Ganz sicher war der Angreifer im Unrecht.

Alles andere sind Vermutungen und diese sollte man lassen… weil die Wahrheit meist nicht schwarz oder weiss ist.

Urs | Sonntag 21 Juli 2013 - 5:32 pm | | default | Kein Kommentar
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Alles Rassismus oder was?

Gedankenspiel

Ich habe einen wunderschönen Obstgarten. Immer wenn die Früchte reif sind, habe ich Angst, dass sie mir geklaut werden. Nachdem mir wirklich zwei oder dreimal körbeweise Früchte abhanden gekommen sind, beginne ich gegen Abend hin- und wieder beim Obstgarten zum Rechten zu sehen.

Letzthin habe ich bemerkt, dass so ein rothaariger Rotzlöffel mit einem BMX-Fahrrad Früchte geklaut hat. Ein paar Tage später war es wieder ein anderer Rothaariger auf dem Fahrrad, wohl ein Bruder des Ersten. Nachdem mir das noch einmal passiert ist, habe ich die Polizei gerufen. Aber bis die hier war, waren diese Lümmel abgehauen.

Ich habe mir jetzt einen Hund gekauft und gehe mit dem auf Patrouille. Das geht doch nicht, dass ich dauernd beklaut werde.

Aber letzthin habe ich auf einem Patrouillengang wieder einen rothaarigen Jungen auf dem Fahrrad auf der Strasse neben meinem Obstgarten gesehen und sofort den Hund von der Leine gelassen. Der Hund hat das Kind in die Wade gebissen. Ich habe dann gemerkt, dass es sich gar nicht um ein Mitglied dieser Früchtediebebande handelte, sondern um ein Kind, das bei einer Nachbarin zu Besuch war.

Konklusion

  • Nicht jedes rothaarige Kind ist ein Früchtedieb, aber viele/einige!
  • Rechtfertigt das, alle Rothaarigen unter Anklage zu stellen?
    Sicher nicht!
  • Rechtfertigt das, alle Rothaarigen etwas misstrauischer zu beäugen?
    Hmmm, eventuell?
  • Rechtfertigt der Diebstahl den Einsatz meines scharfen Hundes?
    Nein, wirklich nicht. Ich sollte keinen Hund bei mir führen oder nur angeleint und mit Maulkorb (wenn bissig).
  • Verhalte ich mich gegenüber den Rothaarigen nurn «rassistisch»?
    Ich bin der Meinung nein, aber ich bekomme Feedback, dass mindestens latente Tendenzen da sind.

Real World 

Der Todesfall Trayvon Martin und meine Sicht.

  • Stand Your Ground
    Ist ein bescheuertes Gesetz, weil es weit über die Selbstverteidigung hinaus geht. Und wenn man sieht, wer an diesem Gesetz mitgeschrieben hat (Stichwort: «local yokel»), dann stinkt es erst recht. Siehe den Artikel in der Wikipedia.
  • Zimmerman
    Ist ein übereifriger Trottel. Die Polizei hat ihm gesagt, er müsse nichts tun. Er hätte einfach nur warten und beobachten können. Im schlimmsten Fall wäre wieder etwas geklaut worden. Im Sinne der Gesetze und nach der Anklage, halte ich ihn aber wirklich für unschuldig. Zum Thema Rassismus, siehe «Gedankenspiel».
  • Martin
    Ist tot und kann seine Sicht somit leider nicht mehr darlegen. Mein Beileid seiner Familie und seinen Bekannten.
  • Polizei
    Hat unsensibel reagiert. Es wäre angesesagt gewesen, den Fall genauer abzuklären. Im Interesse aller.
  • Presse
    Das übliche Trauerspiel, die Story passte zu gut. Reicher Weisser erschiesst armen Schwarzen und kommt davon. Dass Zimmermann halber Latino ist und auch schwarze Freunde hat, lässt sich ja gerne nicht erwähnen. Die Bilder des Opfers, welche die Presse zeigte, waren fast manipulativ. Woher sie diese auch immer hatten. Sie waren rund drei Jahre alt, was bei einem 17jährigen fast eine Ewigkeit ist.
  • Proteste nach dem Freispruch von Zimmerman
    Sind vor allem Gelegenheit für gewisse Politiker und Bürgerrechtler, sich wieder mal in die Schlagzeilen zu bringen.

Rassismus / Racial Profiling

Ehrlich gesagt, als alter, eher gut situierter, weisser Sack habe ich absolut keine Probleme mit der Polizei. Zudem treibe ich mich auch noch selten nachts um drei Uhr an heiklen Gegenden herum.

Aber aus indirekten (zweite Hand) Schilderungen und eigenen Beobachtungen an meinem früheren Arbeitsplatz im Bollwerk in Bern, kenne ich das Thema «Racial Profiling» natürlich schon. Und das wäre wieder der Bogen zum «Gedankenspiel» am Anfang des Artikels.

Wenn ein Mensch schwarzer Hautfarbe von der Schützenmatt zum Bahnhof hochläuft, dann muss das kein Kügelidealer sein. Aber es könnte… und die Wahrscheinlichkeit wäre höher, als bei einem Weissen. Teufel, Teufel… die Versuchung ist gross!

Das Thema «Racial Profiling» betrifft uns wohl alle in irgend einer Form und nicht nur in der offensichtlichen Frage der Hautfarbe. 

Quellen:

  1. Englische Wikipedia (unbedingt, die Deutsche ist da nur halb so genau)
    Shooting of Trayvon Martin
  2. Artikel auf Popehat.com von Ken White über die juristische Sicht auf den Prozess (der sich aber darüber hinaus bewegt). Sehr lesenswert.
    The Zimmerman Verdict
  3. Der Fall Marissa Alexander (Stand Your Ground), zwei Sichten:
    Marissa Alexander conviction (Guardian World News, übrigens mit so einem alten Bild von Martin)
    Critics of Alexanders prosecution (The Grio) 

Urs | Sonntag 21 Juli 2013 - 09:38 am | | default | Kein Kommentar
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