Abreise nach Neuseeland

Ich verliess mein Heim bei beginnendem Regen und fuhr mit einem viel zu frühen Tram (unvorhergesehene Stromausfälle etc vorwegnehmen) und hatte dann genügend Zeit, am Bahnhof noch etwas Unterwegsverpflegung einzukaufen.

Dann verliess der Zug pünktlich um 13:02 den Bahnhof Bern und machte sich auf den Weg zum Flughafen Zürich. Dort erwartete mich mein Papa, der sich doch etwas Sorgen machte, dass fast die ganze Familie so lange und so weit weg reist.

Wir gingen dann ins Checkin 2, wo kurze Zeit später auch schon meine Schwester, mein Schwager, ihre Schwiegereltern und natürlich die drei Kids eintrafen. Es gab ein grosses Hallo und noch ein kleines Klassenfoto mit meinem Vater und dem Cousin Micha (in blau).

Müller und Hubler am Flughafen

Dann ging es auch schon zum Checkin bei British, wo wir das Gepäck über London - Hongkong durchchecken konnten. Die Bordkarten bekamen wir mal nur bis London. Danach gab es im Restaurant noch ein paar lustige Momente bei einem Getränk, bis wir dann den Senioren alles Gute wünschten und uns auf den Weg durch die Passkontrolle machten.

Beim Security-Check erfuhr ich dann, dass in der Schweiz iPad nicht als Tablett/Telefon durchgehen, sondern als Laptop. Sprich separat in eine Kiste legen. Noch ein Durchgang… Meine Schwester erfuhr, dass die Familienpackung Zahnpaste mehr als 100ml fasste und tschüss, in den Kübel.

Dann aber ging es los und die Kids durften ihren ersten Start in einem Flugzeug erleben. London erreichten wir sehr rasch um 18:15 Lokalzeit und der Terminalwechsel (vom 5 zum 1) ging wie geschmiert. Von den vorhergesagten 90-120 Minuten brauchten wir höchstens 30. Dann waren wir schon wieder durch die Security (diesmal auch den Gurt ausziehen) und sassen in der Haupthalle und warteten auf unseren Weiterflug.

Der verzögerte sich dann doch ziemlich, anstelle 21:10 wurde die Anzeige immer wieder weiter verschoben und langsam machten alle Läden rundherum dicht. Ein ziemlich lausiger Service, keine Entschuldigung, keine Gründe, kein Gate wurde angezeigt.

Fiona, müde und wartend in London Heathrow

Um 22:35 wurde dann endlich das Gate 16 angezeigt, wo schon eine grosse Menge von Leuten ziemlich unkoordiniert anstanden (wo ist das gute alte Britannien mit den höflichen Warteschlangen geblieben). Irgendwie ging es immer ein wenig vorwärts und schlussendlich konnten wir unsere Plätze aufsuchen und das Handgepäck verstauen. Ziemlich genau mit zwei Stunden Verspätung hob unsere Boing 777 ab.

Der Hunger war doch langsam beträchtlich gross, doch die Crew hatte kein Erbarmen und zog die normale Prozedur mit einem Glas Wasser nach dem Start etc. durch, so dass wir erst gegen Mitternacht endlich unser Menü essen konnten. Die Elektronik ist auch eher veraltet in diesen Fliegern, Kopfhörer nur mit dem alten Doppelklinkenstecker und Konsole für das Inflight-Entertainmentsystem ist (herausnehmbar wie ein Telefon) in der Armlehne, so dass ich es immer wieder durch eine Drehung oder so ungewollt ein- bzw. ausgeschaltet habe.

Ich döste ein wenig (Schlaftabletten wirken nicht wirklich gut und rochen eher schlimm), aber die Kids schliefen doch recht gut. Von der Verspätung holten wir nichts ein und landeten also zwei Stunden zu spät in Hongkong. Dort erwartete eine grosse Putz-Crew den Flieger. Während wir mal wieder einen Turn über die Sicherheitskontrolle zum Re-Boarding machten, wurde unser Flugzeug betankt und gereinigt. Ich schaffte es nicht, auch nur einen Hongkong-Dollar auszugeben und schon begann das Boarding für den Weiterflug. 

Ich musste einem rüpelhaften Neuseeländer noch beibringen, dass ich es nicht liebe, wenn er mein Bordgepäck in der Ablage rumschlubst und dann durften wir erneut die Sicherheitsinformation von Air Newzealand über das Flugzeug anschauen und anhören. Das Video haben sie mit den All Blacks zusammen gedreht und es ist noch recht lustig gemacht. Mit nur noch 90 Minuten Verspätung ging es dann auf der letzten Etappe los. Hier kam das Nachtessen recht schnell und dann war die Nacht sehr schnell vorüber. Ich schlief wiederum nicht wirklich viel oder gut und dann waren wir alle glücklich, als die Nordspitze der Nordinsel langsam in Sicht kam. Endlich wieder ungefilterte Luft und dann gab es den ersten Landkontakt mit Neuseeland.

Die Passkontrolle ging rasch und freundlich von statten. Die Einreiseformulare von mir und dem Rest trugen unterschiedliche Kennzeichen. Wir wussten nicht, was auf die Passkontrolle zurückzuführen ist und was auf die angekreuzten Optionen. Nun ging es weiter zum Biohazard-Inspector. Der ältere Herr machte ein paar zusätzliche Kreuzchen und fragte zwei dreimal zurück und verwies uns dann zur nächsten Station, wo wir unsere Koffer inspizieren lassen durften. Meine Wanderschuhe wurden nur kontrolliert und für gut befunden, die meiner Schwester wurden gereinigt und desinfiziert. Danach wurde das ganze Gepäck nochmals geröntgt. Anschliessend durften wir offiziell einreisen und standen in der Ankunftshalle des Flughafens von Aukland.

Mein Schwager und ich besuchten dann die verschiedenen Telcos. Ich hatte kurze Zeit später eine Micro SIM der Neuseeländischen Telecom und konnte mit meinem iPad online gehen. Mein Schwager, mit einem Android-Tablett unterwegs wurde aber beschieden, dass das Gerät problematisch sei. Offenbar kann es kein 900er-Band, das ausserhalb der Städte verbreiteter ist. Immerhin konnte er dann auf meinem iPad seine in der Schweiz schon gekaufte Telefon SIM-Karte aktivieren um hier günstige Anrufe tätigen zu können. Damit riefen wir dann unseren Auto-Vermieter, Wendekreisen, an, welche uns am Flughafen abholen sollten.

Endlich am Flughafen von Aukland

Als wir dann draussen standen, fuhr die Frau von der Vermietstation gerade heran und fuhr uns zur Vermietung in der Nähe des Flughafens. Nach etlichen Formalitäten fuhren wir dann auf der linken Strassenseite los. Die Fahrt nach Rotorua dauerte gefühlt endlos. Das Tomtom wollte uns immer wieder über irgendeine Strecke leiten und die Karte hatte einen grossen Massstab.

Endlich, so gegen 16 Uhr waren wir im Cosy Cottage in Rotorua, welches uns im Regen und recht kühl empfing. Wir verstauen unser Gepäck und wollten danach mal etwas unternehmen. Jedoch war die ganze Bande so müde, dass wir uns zuerst zwei Stunden aufs Ohr legten. Danach waren wir noch müder, so dass wir nur kurz unterwegs eingekaufte Sachen (Schinken, Salami etc) assen und dann gleich alle nochmals richtig schlafen gingen.

Urs Dienstag 11 Oktober 2011 - 9:30 pm | | default
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zwei Kommentare

mikeZ

Guguseli Urs aus einem fast so exotischen Oberburg, wo ds Wetter überraschenderweise mies ist (eigentlich war mal Sonnenschein und > 20 Grad).
Offenbar hat das Linksfahren bisher geklappt – gratuliere! Aus eigener Erfahrung würde ich empfehlen, sich bei jeder Weggabelung an das Schildli in den Stadtbussen zu erinnern: “es ist unklug, während der Fahrt mit dem Chauffeur zu sprechen.” Vor 15 Jahren bin ich nämlich, eifrig mit Erika diskutierend, nach der Weggabelung rechts weitergefahren. Aber nicht lange;-)
Ich sitze aktuell zu Hause und bin “gekränkt”. Mit fast 38 Grad Fieber und einer Nase im Auflösungszustand hoffe ich, nur noch bis morgen früh dauernd schnuderen zu müssen – Du weisst: Beerdigung meiner Schwiegermama.
Und jetzt: wie geht’s wohl weiter in dem schönen NZ? Zu Lande dürfte es bis auf Weiteres etwas weniger ölig zu&her gehen als zu Wasser – das ist Zweckoptimismus, ich weiss…
Auf Wiederlesen, gueti Zyt und bis gli wieder: Kollega mike

mikeZ, - 12-10-’11 11:22
Ursli Himself

Mein lieber Mike, mein Schwager ist im Linksfahren erste Klasse, bezüglich Vortrittsregelung siehe folgender Beitrag. Vom Schiffsunglück mit Ölfolgen erfahren wir hier auch nur aus dem Fernsehen, so wir das dann mal tun. Nun geht es langsam Richtung Süden zum Abel Tasman.
Ich hoffe, Du werdest schnell genesen.

Ursli Himself, (URL) - 12-10-’11 11:52
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